13.08.2013 | M-Commerce

Wenige Shops für mobile Nutzung gerüstet

Viel zu tun haben Online-Händler, um ihre Webshops auf Vordermann zu bringen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenige Web-Shops eignen sich für den Einkauf über mobile Geräte. Mangels Responsive Design riskieren viele Händler beispielsweise erhebliche Umsatzeinbußen. Dies hat eine Studie der United Digital Group (UDG) ergeben. Einzig Amazon, Limango und H&M nutzen die technischen Möglichkeiten zumindest im Ansatz.

Mehr als 30 Millionen Deutsche greifen inzwischen mobil aufs Internet zu und mehr als die Hälfte davon greift zum Smartphone. Damit steigt automatisch auch die Zahl der Einkäufe – zumindest dann, wenn die Webshops für mobile Zugriffe gerüstet sind. Aber genau daran hapert es noch zu oft, denn die wenigsten nutzen technische Möglichkeiten wie Responsive Design, mit dem sich Inhalte automatisch an die Displaygrößen der verschiedenen Geräte anpassen. Einzig Amazon, Limango und H&M nutzen Responsive Design zumindest in einer einfachen Variante.

Gerade in diesem Bereich ist die Mobile-Commerce-Landschaft in Deutschland noch ausbaufähig, weiß Matthias Thürling, E-Commerce-Spezialist der UDG. Die Reichweite werde durch Responsive Design enorm erhöht und diene nicht nur der besseren Anzeige, sondern verschlanke den gesamten Kaufprozess, indem nur relevante Inhalte angezeigt werden und die Seiten schnell und störungsfrei laden. Ein schlechter mobiler Auftritt führe automatisch zu Kaufabbrüchen seitens der Nutzer. Und aktuelle Zahlen belegen, dass tatsächlich letztendlich nur zehn Prozent der mobilen User den Kaufprozess abschließen, während es auf der Website immerhin 20 Prozent sind.

Gesamtsieger ist Amazon
Insgesamt wurden für die Studie die 46 umsatzstärksten Online-Shops auf ihre mobile Präsenz in zehn verschiedenen Kategorien untersucht, eine davon Responsive Design. Gesamtsieger der Studie ist Amazon mit 20,7 von 24 möglichen Punkten. Dahinter folgen Otto.de mit 18,7 und mytoys.de mit 18,6 Punkten. Die Schlusslichter bilden dell.de (12,3), cyberport.de (12,7) und thomann.de (12,9).

Nicht in allen Kategorien schnitten die Untersuchten so schlecht ab wie beim Responsive Design. Die besten Bewertungen erhielten die Shops in den Kategorien "Corporate Identity & Marke" und "Inhalt". So war in den meisten Fällen anhand Farbe, Schriftart und anderer Designelemente die Marke leicht erkennbar und Inhalte leicht auffindbar.

Kritikpunkt war bei vielen Shops die Darstellung komplizierter Texte wie das Widerrufsrecht oder die AGB, die auf Smartphones zum Teil nur schwer lesbar waren. Auch bei den "Nutzerkonten" herrscht Nachholbedarf. Nur bei wenigen Anbietern (z.B. bei zooplus.de und hse24.de) blieb der Warenkorb auch nach dem Einloggen auf anderen Geräten erhalten.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, E-Commerce, Mobile Marketing, Versandhandel, Online-Marketing

Aktuell

Meistgelesen