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Mobile-Branche mit Tops und Flops

Mobile First war gestern. Heute ist Mobile Only.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Auch wenn Mobile die Zukunft gehört, ist bislang nicht jedes Thema so durch die Decke gegangen wie erwartet. Die Kompetenzgruppe Mobile des Eco Verband der deutschen Internetwirtschaft hat die wichtigsten Fakten zum Status Quo herausgearbeitet.

Demnach gehören der Trend "Mobile Only" (statt "Mobile First"), Global Roaming mit der eSIM, das mobile Internet, Smartphones als Steuerungseinheiten des Internets der Dinge (IoT), Big Data sowie die Vermessung und Smartifizierung mit Wearables und Smartwatches zu den derzeitigen Topthemen.

Dies lässt sich laut Eco unter anderem daran festmachen, dass Facebook immer mehr mobile Nutzer verzeichnet und Google Seiten ohne mobile Optimierung seit Kurzem mit schlechteren Rankings bestraft. Das Smartphone nimmt hierbei eine zentrale Schlüsselrolle ein. So hat es nicht nur das Internet revolutioniert, sondern wird auch für das IoT unverzichtbar. Damit die Anwendungen präzise Ergebnisse liefern können, ist eine intelligente Verarbeitung von großen Datenmengen erforderlich. Daher sind auch moderne Big-Data-Analyse-Technologien ein wichtiges Topthema für Mobile.

Als "Rohrkrepierer" und "lahme Enten" haben sich laut Eco dagegen Mobile Payment, Abhörsicherheit und der Schutz mobiler Geräte, die weiterhin komplexe Entwicklung von Mobile Services und die Angst des Mittelstands vor der Digitalisierung im Rahmen von Industrie 4.0 erwiesen.

Letztere spiegelt sich zum Beispiel auch in der Angst vor Diebstahl von geistigem Eigentum durch die Wettbewerber im Wertschöpfungsnetz wider. Das bestätigen 22 Prozent der IT-Experten, die im Rahmen des "eco Report Mobile Trends 2015" um ihre Meinung gebeten wurden. 39 Prozent stimmen der Annahme zumindest noch in Teilen zu. Lediglich ein Drittel der Befragten sieht diese Sorge eher als unbegründet.

42 Prozent der befragten IT-Experten sehen zudem den herkömmlichen Datenschutz als überholt an. Über die Hälfte bestätigt diese Aussage noch in größten Teilen. Den Grund dafür erklären die Experten direkt im Anschluss. So sind 91 Prozent der Befragten ganz (55 Prozent) oder teilweise (36 Prozent) bereit, für Services, wie zum Beispiel Whatsapp oder Facebook, auf Datensicherheit zu verzichten. Für die Nutzung akzeptieren sie, dass die Anbieter ihre Daten vermarkten.

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Schlagworte zum Thema:  Mobile Commerce, Mobile Marketing, Internet der Dinge, Digitalisierung

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