27.03.2014 | Top-Thema Mobile Apps: Customer Experience via Smartphone

Apps müssen sich in 30 Sekunden bewähren

Kapitel
Wo kann ich heute mittagessen? Die mobile App gibt Tipps.
Bild: Wohnbau Detmold eG

Der Wettbewerb ist groß. Unternehmen müssen mögliche Kunden früh auf Ihre Angebote aufmerksam machen. Zum Beispiel über mobile Apps.

12:30 Uhr, Millionen Menschen in Deutschland verlassen ihre Werkbank, ihren Schreibtisch, ihr Baustelle, um ihre Arbeitskraft durch eine Mittagsmahlzeit wiederherzustellen. Die Pause der einen versetzt andere in rege Betriebsamkeit: Das Öl in Wok-Pfannen beginnt zu brutzeln, Leberkäse gewinnt seine bräunliche Färbung, Salate für die Menüangebote stehen in Reih und Glied. Der Wettbewerb um die hungrige Laufkundschaft ist groß. Daher gilt es, sie möglichst frühzeitig auf das eigene Sonderangebot aufmerksam zu machen – zum Beispiel durch mobile Apps.

Dank Mobile-App lässig an der Schlange vorbei

Diese Apps regen nicht nur den Appetit des nahenden Kunden an und weisen ihm den Weg zu seinem Burger-, Bratwurst- oder Schnitzelparadies. Sie locken ihn auch mit persönlichen Angeboten, Sonderpreisen und Push-Benachrichtigungen. Manche bieten sogar noch mehr: Schon auf dem Weg aus dem Büro kann der Labungsbedürftige sein Menü-Favoriten bestellen, per Mobile-Payment bezahlen und seine Entfernung zum Mittagstisch oder zur Abholtheke eingeben. Im Lokal angekommen, darf er dann lässig an der Schlange vorbei flanieren und sein dampfendes, bereits bezahltes Essen in Empfang nehmen. Einige Fast-Food-Ketten in den USA bieten hier bereits entsprechende Lösungen, etwa Pizza Hut und Subways.

Der Vorteil von Apps dieser Art liegt auf der Hand: Die Anbieter sind mit ihren Angeboten noch näher am Kunden, der Kontakt ist individueller, die Bindung an die Marke erhöht sich. All das trifft aber nur zu, wenn die App dem Nutzer auch voll und ganz überzeugen kann – ihm also eine wirklich überraschende und eindrucksvolle Kundenerfahrung ermöglicht.

Apps müssen sich in 30 Sekunden bewähren

Schafft sie das nicht, ist das Gegenteil der Fall. Wenn die Anwendung nicht auf Anhieb und möglichst einfach das gewünschte Resultat bringt, verschwindet sie umgehend wieder von der Wischfläche. Experten stützen sich hier auf die sogenannte 10/30-Regel: Innerhalb von zehn Sekunden entscheidet sich der Konsument für das Herunterladen einer App. Überzeugt sie ihn dann nicht innerhalb von 30 Sekunden von ihrem Nutzen, löscht er sie wieder. Und findet der Kunde in seiner Tüte einen verkohlten Rindfleischburger statt der bestellten Chicken Wings, setzt es hämische Kritik im App-Store. Andere Nutzer werden abgeschreckt, das Vertrauen in die Mobile-Fähigkeiten des Anbieters langfristig erschüttert.

Schlagworte zum Thema:  Mobile, App, Smartphone, Mobile Marketing, Location Based Services, Customer Experience

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