07.09.2015 | Serie Content Marketing

Mit diesen Mobile-Grundlagen zum Content-Marketing-Erfolg

Serienelemente
Ein paar Basics muss man beachten beim Mobile Content Marketing.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mobile ist auf dem Weg, der dominierende Kanal im digitalen Marketing zu werden. Das ist nicht mehr aufzuhalten. Content Marketer sollten deswegen schon jetzt die Weichen stellen, damit der Erfolg auch auf mobilen Endgeräten nicht versiegt.

Nicht nur digitale Marketingexperten müssen sich dem Mobile-Trend stellen. Schon heute ist Mobile ein ernst zu nehmender Konkurrent von TV-Werbung, Print hat Mobile schon längst hinter sich gelassen. Eng verwoben ist der Erfolg mit den sozialen Medien. Twitter vermeldet beispielsweise, dass 80 Prozent der Nutzer den Service von Mobilgeräten aus nutzen. Aber es ist nicht nur Social Media. Auch der Nachrichtenkonsum, Games, E-Commerce und vieles mehr verlagern sich in den mobilen Sektor. Um den Erfolg einer Content-Marketing-Kampagne auch auf Smartphones und Tablets zu gewährleisten, gibt es gewisse Grundlagen, die befolgt werden müssen.

 

1. Visuelle Kommunikation

Obwohl immer mehr auf Smartphones gelesen wird, heißt ein ganz heißer Mobile-Trend visuelle Kommunikation. Ein Grund: Das Gehirn kann visuelle Informationen wesentlich schneller verarbeiten als Text. Da die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen weiter sinkt und Mobile Devices ein Fast-Use-Medium sind, sind grafische Darstellungen wie gemacht für mobiles Content Marketing – solange sie auch für Mobilgeräte optimiert sind. Es ist kein Geheimnis, dass Fotos auf Facebook mehr als 50 Prozent mehr Likes und mehr als doppelt so viele Kommentare vorweisen können. Aber: Nur knapp die Hälfte aller Facebook-Posts haben überhaupt ein Foto.

 

2. Podcasts

Das Smartphone hat den Podcast wieder salonfähig gemacht. Die ständige Verfügbarkeit und die augenschonende Form haben dafür gesorgt, dass Podcasts eine ernsthafte Alternative zu den dominierenden Content-Arten sind. Je nach Zielgruppe kann es also ratsam sein, Podcasts zu testen, um mobilen Content-Marketing-Kampagnen einen Schub zu geben. Aber Vorsicht: Podcasts sollten nicht einfach eine unpersönliche Vertonung von etwas Geschriebenem sein. Die große Stärke von Podcasts ist gerade, dass damit auch Emotionen problemlos übertragen werden können.

 

3. Mobile Newsletter

Obwohl immer mehr auf Smartphones gesucht wird, will niemand eine komplette Webseite durchforsten, um die  Artikel zu finden, die interessant sind. Und schon gar nicht will er oder sie das jeden Tag machen. Newsletter können deswegen im mobilen Zeitalter wieder wichtig werden. Ein paar wichtige Grundregeln sind aber zu befolgen. Erstens: Das Abonnieren (übrigens auch das Kündigen) muss so einfach wie möglich ablaufen. Heißt: Keine langen Anmeldeformulare. Zweitens: Der Nutzer muss das Gefühl haben, sich einen ganz persönlichen Newsletter zusammenstellen zu können. Mit allen Themen, die ihn interessieren. Drittens und Letztens: Der Newsletter selbst muss mobil optimiert sein.

 

4. Seien Sie responsive – überall

Nicht nur der Newsletter muss responsive sein. Jeder Teil Ihrer Online-Kommunikation muss sich dem jeweiligen Device anpassen können – und zwar mit so wenig Abstrichen wie möglich. Das gilt im Großen (Ihre Webseite, Ihr Blog), aber auch im Kleinen (Ihr Content). Bilder, Videos und andere Elemente müssen auf dem Smartphone genau so funktionieren, wie sie es auf dem Notebook tun.

 

5. Die eigene App

Der Nutzer muss die Wahl zwischen mobiler Webseite und einer App haben. Beide können sich vom Funktionsumfang überschneiden, aber für gewisse Funktionen eignet sich eine eigene App besser. Wenn Sie einen Online-Shop betreiben, Ihre Brand-Awareness erhöhen wollen oder neuen Content effektiver bewerben wollen (Push!), kann eine eigene App Wunder vollbringen.

 

6. Den Nutzer miteinbeziehen

„User-generated Content“ (also Inhalte, die vom Nutzer produziert werden), sind seit einigen Jahren angesagt. Sie steigern das Vertrauen in eine Marke, haben SEO-Vorteile und erlauben Ihnen, ganz neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Ihr Unternehmen wahr genommen wird. Das alles findet bis jetzt hauptsächlich im stationären Bereich statt. Unternehmen müssen Wege finden, die die Partizipation von Nutzern auf mobilen Endgeräten vereinfacht. Auf Smartphones können das selbstverständlich keine langen Forumtexte sein. Die Aktivitäten müssen sich in den visuellen und/oder Social-Media-Bereich verlagern.

 

7. Video-Content

Genau wie Infografiken eignen sich Videos sehr gut für die Smartphone-Generation. Früher war das langsame mobile Internet der Stolperstein, aber in LTE-Zeiten ist das immer weniger ein Problem. Trotzdem muss ein Video mobile-tauglich sein. Das fängt mit der passenden Länge an (die Mehrheit der mobilen Video-Gucker schaut nur drei Minuten pro Video zu) und endet nicht erst mit einer gelungenen Integration auf Ihrer mobilen Webseite. Sorgen Sie mit passendem Seeding in den sozialen Netzwerken für einen guten Startschub.

 

8. Teilen und Folgen einfach machen

Lange Zeit hat man gedacht, es ist ausreichend, wenn Share-Button unterhalb des Artikels zu sehen sind. Erst in letzter Zeit sieht man immer wieder, dass auch oberhalb des Artikels die Möglichkeit zum Teilen besteht oder die Social-Media-Button mitscrollen. Von einem Smartphone-Benutzer können Sie nicht erwarten, dass er die Position Ihrer Social-Media-Button kennt und dann auch noch dorthin scrollt, um etwas zu teilen. Sie müssen ihm die Möglichkeit präsentieren, es anpreisen. Gleiches gilt für die Social-Media-Profile Ihres Unternehmens – oder haben Sie wirklich geglaubt, potentielle Kunden recherchieren, wo sich Ihre sozialen Profile verbergen? 

 

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Haufe Online-Redaktion ⁄

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