| Mediennutzung

Bis zu drei Geräte werden parallel genutzt

Laptop und Smartphone ist nur eine der diversen Kombinationen der Multi-Screener.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bunt gemischt werden screenbasierte Medien heute genutzt. Das haben Interactive Media und United Internet Media gerade herausgefunden. 86 Prozent der für die Studie "Catch me if you can" Befragten sind demnach Multi-Screener, einige hantieren sogar mit drei Geräten gleichzeitig.

Mit 86 Prozent nutzt inzwischen die überwältigende Mehrheit der Befragten mindestens zwei Screens parallel. Dabei kommt so ziemlich jede Kombination zum Einsatz: 56 Prozent hantieren mit Laptop und TV, 55 Prozent mit Smartphone und TV und 49 mit Tablet und TV. Aber auch ohne das Fernsehen gibt es verschiedene Kombinationen: So nutzen 45 Prozent Laptop und Smartphone gleichzeitig und 34 Prozent sind parallel mit Smartphone und Laptop beschäftigt.

In den meisten Fällen (88 Prozent) ist die Nutzung inhaltlich unabhängig voneinander. Lediglich bei zwölf Prozent stehen Inhalte und Services auf den einzelnen Screens in einem Zusammenhang. Handelt es sich bei einem der beiden Geräte um einen Fernseher, liegt der Anteil der unabhängigen Nutzungsvorgänge mit 92 Prozent sogar noch etwas höher.

TV zieht meist den Kürzeren

Kommen mehrere Geräte gleichzeitig zum Einsatz, steht eine der Aktionen meist in Zusammenhang mit E-Mails (83 Prozent). Viele nutzen eine Suchmaschine zur Recherche (72 Prozent) und beinahe ebenso viele (71 Prozent) lesen nebenher Nachrichten. Damit unterscheiden sich die Internetaktivitäten bei der Parallelnutzung nur unwesentlich von der Mono-Nutzung.

Die Studieninitiatoren wollten außerdem wissen, wie sich die parallele Nutzung mehrerer Screens auf die Aufmerksamkeit der Nutzer auswirkt. Dabei zieht das TV im Vergleich mit anderen Screens meist den Kürzeren: In Kombination mit dem Laptop, widmen 58 Prozent dem kleineren Screen mehr Aufmerksamkeit, wird ein Smartphone zur Hand genommen, sind es 55 Prozent. Kommt ein drittes Gerät hinzu, ändert sich an der Verteilung der Aufmerksamkeit nichts Wesentliches. Auch dann bleibt das TV der Verlierer. Schwer hat es das TV-Programm während der Werbepausen, denn wandert die Aufmerksamkeit der Zuschauer besonders häufig zu anderen Medien ab.

Schlagworte zum Thema:  Mediennutzung, Multichannel, Mobile Marketing, Online-Marketing, Werbung

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