Marketer haben sich die Ansprache der Generation Y zu einfach gemacht. Bild: Corbis

Die Generation der sogenannten Millennials wird von Marketern gerne über einen Kamm geschoren. Zudem seien sie so ganz anders als andere Kundengenerationen. Stimmt beides nicht, wie eine neue Studie zeigt.

Demnach teilt die große Mehrheit der Millennials (84 Prozent) die Ansichten und Werte älterer Generationen. Tatsächlich anders ticken, einer BBC Advertising-Studie zufolge, jene Vertreter der Digital Natives, die über ein hohes Einkommen verfügen. Sie repräsentieren 16 Prozent dieser Altersgruppe.

Millennials: Besserverdiener reagieren auf Content

Diese Minderheit ist sich im Vergleich zu älteren Generationen ihrer exponierten finanziellen Stellung sehr bewusst. 78 Prozent wollen "möglichst alles tun, um der Umwelt zu helfen“. 72 Prozent sind deshalb bereit, für nachhaltige Produkte mehr auszugeben. Unter jenen, die weniger verdienen, bestätigen dies nur 57 Prozent. 82 Prozent der gutverdienenden Millennials erwarten von Marken im Gegenzug, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben (im Vergleich zu 67 Prozent der anderen) beziehungsweise sich ebenso umweltbewusst verhalten wie sie selbst. Marken, die diesen Anspruch erfüllen, bleiben sie treu (70 vs. 51 Prozent).

73 Prozent der Millennials mit einem überdurchschnittlich hohen Einkommen bevorzugen Marken, die ihnen wertvollen Content liefern (andere: 59 Prozent), 67 Prozent mögen es, wenn Marken Geschichten erzählen (andere: 57 Prozent). Durch kreativen Content lassen sie sich gezielt zum Kauf animieren. Dabei denken sie zunehmend internationaler: 74 Prozent (vs. 54 Prozent) interessieren sich für andere Kulturen, denken global und sind sich ihrer Verantwortung für die Zukunft des gesamten Planeten sehr bewusst.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Online-Marketing, Kaufverhalten, Kundenbindung

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