15.11.2013 | Marketing

Digitale Kanäle werden zu selten strategisch genutzt

Mit den Möglichkeiten digitaler Kanäle tun sich Kommunikationsexperten noch immer schwer.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn es um Innovationen bei der digitalen Kommunikation geht, halten sich Unternehmen noch immer zurück. Eine neue Studie von Virtual Identity und der Universität St. Gallen zeigt, dass digitale Kanäle zwar genutzt werden, eine übergreifende Strategie aber häufig fehlt.

Mehr als 85 Prozent der Befragten geben demnach an, zwar in verschiedene digitale Kanäle zu investieren, eine übergreifende Strategie gibt es dabei jedoch nicht. Stattdessen sind fragmentierte Strategien für einzelne Kanäle die Regel, Kommunikationsexperten greifen verstärkt auf kurzfristig umsetzbare Taktiken zurück.

Eine weitere Erkenntnis: Die Nähe zum Online-Nutzer, die dank neuer Technologien ermöglicht wird, wird zu selten gesucht. Das Potenzial aus der direkten Interaktion beziehungsweise der Echtzeitkommunikation im integrierten Kanal-Mix bleibt meist ungenutzt. Die wichtigste Plattform zur Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Multiplikatoren bleibt deshalb weiterhin die Website (86 Prozent).

Auch beim Thema Content sind die Unternehmen noch nicht weit gekommen. Statt mit Unique Content auf sich aufmerksam zu machen, recycelt die Mehrheit (84 Prozent) Inhalte aus vorhandenen klassischen Medien. Um aufzufallen und einen digitalen Footprint im Netz zu hinterlassen, reicht das nicht aus. Ohne eine einheitliche digitale Strategie gehen Unternehmen im Netz unter, so das Fazit der Studienautoren.

Die Universität St. Gallen hatte im Auftrag von Virtual Identity Großunternehmen, Wissenschaftler und Experten aus Deutschland. Österreich und der Schweiz befragt.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Social Media, Kommunikation, Online-Marketing, Marketing

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