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2013 steht im Zeichen von Content

Im Wirrwarr von Big Data steigt die Bedeutung der Relevanz von Inhalten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit hochwertigen Inhalten lassen sich Produkte besser verkaufen. In den Augen vieler Experten ist Content Marketing deshalb der bedeutendste Trend in diesem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt auch das „Digital Intelligence Briefing: Trendbarometer 2013“.

Laut dem Trendbarometer von Econsultancy und Adobe ist 2013 für Marketer das Jahr der Inhalte. Die 700 Befragten nennen Content Marketing in seinen verschiedenen Facetten – on- wie offline - als den zentralen Trend. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang fällt, ist „native Werbung“, der das Verschwinden der Grenzen zwischen Paid, Earned und Owned Media beschreiben soll.

Immerhin 39 Prozent der Befragten wollen ihren Schwerpunkt auf Inhalte legen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Anteil damit um zehn Prozentpunkte angestiegen. Zu den Top-Prioritäten gehören außerdem Social Media, die Optimierung der Konversionsraten sowie Targeting und Personalisierung, das zum ersten Mal in die Umfrage aufgenommen und sofort als Priorität bestätigt wurde.

Unternehmen interagieren mit ihren Kunden

Im weitesten Sinne geht es um die Interaktion zwischen Unternehmen und Konsumenten. Denn eine engere Bindung zur Marke führt automatisch zu einer höheren Produktloyalität. Eine Standardmethode zur Erreichung dieses Ziels gibt es aber offenbar noch nicht. Viele Unternehmen versuchen es deshalb mit einer emotionalisierten Kommunikation, für die Content-Marketing das bislang passendste Mittel zu sein scheint. Der Weg: Anhand passender Inhalte die Marke aufbauen und Leads generieren, die Effektivität in Social Media erhöhen, um einen möglichst engen Kontakt zu den Konsumenten zu wahren und schließlich die Konversionsraten an strategisch wichtigen Punkten erhöhen. In einem Punkt hinkt dieser Ansatz jedoch: Interessenten, die Inhalte herunterladen, können ein sicherer Lead sein, müssen aber nicht. Dieser Ansatz kann möglicherweise dazu führen, dass Personen, die letztendlich doch keinen Kauf tätigen, zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Und hier kommt Big Data, ein weiterer Trend, ins Spiel. Denn anhand von umfassenden Datenanalysen kann die Spreu vom Weizen getrennt werden. Mit dieser Aufgabe sind viele Unternehmen derzeit aber noch überfordert: Die Technologie ist teuer und die Spezialisten, die damit umgehen können, sind es auch.

Relevanz entscheidet

Die Studie nennt des Weiteren vier Kriterien, die Inhalte unbedingt erfüllen müssen, um erfolgreich zu sein. Inhalte müssen demnach auf verschiedene Weise wiederverwendbar sein, müssen so anpassungsfähig sein, das Benutzer sie von verschiedenen Geräten aus bearbeiten können, müssen genau auf die Interessen der Nutzer abgestimmt und schließlich so relevant sein, dass sie den Social Media weiterverbreitet werden.

Weniger wichtig sind den Befragten in diesem Jahr Marketing-Automatisierung (elf Prozent), Video-Marketing (neun Prozent) und Social-Media-Analysen (neun Prozent). Smart-TV ist momentan für niemanden ein Thema. Dieser Punkt wurde von keinem einzigen Befragten genannt.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Social Media, Online-Marketing, Marketing

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