20.05.2014 | Adobe-Umfrage

Marketer fühlen sich schlecht gewappnet fürs digitale Zeitalter

Manch ein Marketer tut sich schwer mit seinen neuen Aufgaben.
Bild: Veer Inc.

Die Digitalisierung bringt gravierende Änderungen im Marketing mit sich. Drei Viertel der für eine Adobe-Studie Befragten finden deshalb, dass sie ihre Rolle neu definieren müssen. Außerdem fehlt es an praktischen Erfahrungen. 

"Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent themselves, European Edition" heißt die Studie, für die Adobe mehr als 350 Marketingexperten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt hat. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) bestätigen, dass sich ihr Beruf in den vergangenen zwei Jahren stärker verändert hat, als in den 50 Jahren zuvor. Über die Hälfte (54 Prozent) ist überzeugt, dass dieser Wandel auch in den kommenden zwölf Monaten voranschreiten wird. Für 73 Prozent bedeutet das, dass sie ihre Rolle überdenken müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Als die größten Treiber nennen 65 Prozent die zunehmende Zahl an Kanälen und Plattformen für die Zielgruppenansprache, 59 Prozent die neuen Denkweisen über das Kunden-Engagement und neue Technologien und 54 Prozent die Analyse der Effektivität.

Die Herausforderungen sind den Studienteilnehmern zufolge eher organisatorischer als persönlicher Art. Über die Hälfte (58 Prozent) meint, dass Marketingerfolge von organisatorischen Veränderungen abhängen und jeweils 30 Prozent beklagen fehlende Fortbildungen und die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen, Neues auszuprobieren.

Aber auch praktische Erfahrungen fehlen. Bei Personalisierung, Targeting und Response Management, allesamt Disziplinen, die die Marketer als ausschlaggebend für künftige Erfolge erachten, erkennen sie erhebliche Lücken in ihren Unternehmen. Ähnlich verhält es sich bei Content Management, Erfolgsmessung und Social Marketing.

Ein Weckruf für die Führungsebene

Die größte Zuversicht, die Herausforderungen zu meistern, haben Marketer in Großbritannien (79 Prozent). Hierzulande und in Frankreich bestätigen dies nur jeweils 69 Prozent. Gleichzeitig fühlen sich britische (74 Prozent) und deutsche Marketer (72 Prozent) persönlich besser aufgestellt, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen als ihre Kollegen in Frankreich (61 Prozent). Marketer fühlten sich nicht ausreichend befähigt, sich selbst und ihre Arbeit neu zu definieren, lautet das Fazit von Mark Phibbs, Vice President Marketing EMEA bei Adobe. Für ihn ist das Studienergebnis ein Weckruf für die Führungsebene, ihren Kollegen die nötige Unterstützung zu bieten und wenn nötig an dieser Stelle zu investieren.

Gefragt wurde aber auch nach dem Stellenwert der verschiedenen digitalen Maßnahmen und Kanäle. Die Mehrheit (54 Prozent) betrachtet soziale Medien als wichtigstes Werkzeug im digitalen Marketing, dicht gefolgt von Onlinewerbung (40 Prozent) und Mobile Marketing (39 Prozent). Bei Neueinstellungen sind deshalb Erfahrungen in diesen Bereichen das wichtigste Kriterium. 

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Marketing, Social Media

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