Gewinner und Verlierer im Markenranking hat Brand Finance ermittelt. Bild: Denise ⁄

Google ist zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 wieder die wertvollste Marke der Welt. Während die Alphabet-Tochter ihren Wert um 24 Prozent steigern kann, verliert Apple 27 Prozent. Facebook macht einen Sprung nach oben.

Der Suchmaschinengigant kann seinen Markenwert dem Ranking "Brand Finance Global 500“ zufolge auf 109,5 Milliarden US-Dollar steigern. Apples Probleme, den technischen Vorsprung aufrechtzuerhalten, fordern hingegen ihren Tribut: Nach einem Wertverlust von 27 Prozent liegt das Unternehmen nun bei 107,1 Milliarden US-Dollar.

Google ist mit seinem Kerngeschäft, der Internetsuche, weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Hier werden auch die höchsten Werbeeinnahmen generiert. Im vergangenen Jahr sind die um 20 Prozent gestiegen, weil immer mehr Werbebudgets in digitale Kanäle verlagert wurden.

Amazon wiederum kann seinen dritten Platz verteidigen (106,3 Milliarden US-Dollar), der Telekommunikationskonzern AT&T arbeitet sich vom sechsten auf den vierten Platz nach oben (87 Milliarden US-Dollar). Komplettiert werden die Top 10 durch Microsoft (76,2), Samsung (66,2), Verizon (65,8), Walmart (62,2), Facebook (61,9) und schließlich die chinesische Bank ICBC (47,8).

Markenwert: Facebook als höchster Aufsteiger in die Top 10

Höchster Aufsteiger in die Top 10 ist Facebook. Das soziale Netzwerk verdankt seinen Sprung von Platz 17 auf Platz 9 den ebenfalls sprudelnden Werbeeinnahmen (Sieben Tipps fürs Advertising auf Facebook). Insgesamt werden die ersten zehn Plätze von US-amerikanischen Marken dominiert. Nur zwei Unternehmen, Samsung und ICBC, stammen nicht aus den USA.

Die drei wertvollsten deutschen Marken sind BMW (35,5 Milliarden US-Dollar), die Deutsche Telekom (36,4) und Mercedes-Benz (35,5). Im globalen Ranking schaffen es diese Unternehmen nur auf die Plätze 17, 19 und 21. Alle drei Marken haben im Vergleich zum Vorjahresranking Plätze verloren.

Rang vier belegt Volkswagen mit einem Markenwert von 25 Milliarden US-Dollar. Erstaunlicherweise schaffte es das Wolfsburger Unternehmen trotz Abgasskandal, seinen Wert um 32 Prozent zu steigern. Zwei Faktoren sind laut Brand Finance dafür verantwortlich: Zum einen konnte der gesamte Konzern im vergangenen Jahr weltweit 10,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen und überholte damit Toyota als absatzstärkster Autobauer. Zum anderen konnte VW an Markenstärke zulegen. Offenbar wurden die negativen Effekte des Skandals abgefedert.

Die Plätze fünf bis zehn im deutschen Ranking gehen an Siemens (25 Milliarden US-Dollar), Bosch (17,9), die Allianz (15,1), Audi (12,5), Porsche (12,3) und DHL (12,2).

Schlagworte zum Thema:  Marke, Markenführung, Marketing, Werbung

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