Mit steigender Bedeutung der Social Media wird auch der Markenschutz in den Kanälen wichtiger. Bild: MEV-Verlag, Germany

Hashtags gewinnen als eingetragenes Markenzeichen zunehmend an Bedeutung. Laut einer Studie von Compumark wurden noch nie so viele Anträge eingereicht wie im vergangenen Jahr.

Demnach wurde fast die Hälfte der seit 2010 eingereichten Anträge im vergangenen Jahr vorgenommen. Allein zwischen 2015 und 2016 haben sie um 64 Prozent zugenommen. Damit zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig Hashtags für Marken inzwischen geworden sind. Insbesondere bekannte Marken gehen voran, Registrierungen gab es beispielsweise von Marriott (#lovetravels) oder T-Mobile (#gethanked).

Wenn es darum geht, Hashtags als Markenzeichen anzumelden, sind die USA nach wie vor führend. Doch der Rest der Welt holt auf. So ist der Anteil der amerikanischen Unternehmen an den Anträgen weltweit um Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozentpunkte gesunken, von 36 Prozent im Jahr 2015 auf nun 28 Prozent. Dies liegt nach Ansicht der Studienautoren auch am dort aufwendigen Anmeldungsprozess. Dennoch werden in den Vereinigten Staaten weiterhin die meisten Hashtag-Anmeldungen registriert (608). Mit großen Abstand folgen Brasilien (226) und Indien (141). Deutschland belegt mit 162 Anmeldungen seit 2010 (davon 69 im vergangenen Jahr) auf Platz fünf des internationalen Hashtag-Markenrankings.

Hashtags: Onlinehandel zieht mit

Damit zeigt die Studie sehr deutlich, dass Unternehmen die Notwendigkeit des Schutzes von Hashtags und damit auch ihrer Marken erkannt haben. Dabei konzentriert sich die Klassifizierung der Markenzeichen vor allem auf drei Bereiche: Shows, Sportevents und Ausbildung bilden mit 594 Registrierungen die Spitze. Es folgen Werbung, Marketing und Onlinehandel mit 587 Registrierungen und schließlich Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckung mit 512 Registrierungen.

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Markenrecht, Online-Marketing, Markenführung

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