"Markenführung und Produktentwicklung müssen viel enger zusammenarbeiten als in der Vergangenheit." Christopher Kollat, Monotype Bild: Monotype

Markenführung heute: Das heißt vor allem, Kunden zuzuhören, deren Feedback genau analysieren und die Branding-Strategien auf dieser Grundlage zu verbessern. Dazu braucht es seitens der Unternehmen vor allem den Willen zuzuhören und Instrumente, um die Daten richtig auszuwerten. Sagt Christopher Kollat von Monotype. 

Die Marke gehört den Verbrauchern, sagen Sie. Klingt provokant, aber: Stimmt das auch? Noch gehört adidas adidas …

Die Konsumenten von heute haben extrem viel Macht und können die Reputation einer Marke stark beeinflussen. Denn inzwischen sind es die Verbraucher, die die Markenidentität stark prägen und mitgestalten. Die neue Herausforderung besteht darin, möglichst überall dort präsent zu sein, wo sich Konsumenten über und mit einer Marke austauschen. Das bedeutet zuhören, Bedürfnisse identifizieren und vom Nutzerverhalten der Verbraucher lernen. Wer seine Bekanntheit und Verbrauchernähe steigern möchte, muss in Konsequenz an allen Touchpoints für ein fesselndes, einprägsames und authentisches Markenerlebnis sorgen, Verbraucher-Feedbacks analysieren und Branding-Strategien konsequent danach optimieren

 

Wenn die Marke den Kunden gehört: Wie können Unternehmen ihr Branding noch steuern? Oder ist das eine Illusion?

Sicherlich können und Marken ihr Branding noch steuern – das müssen sie sogar. Aber sie sollten dabei authentisch sein und auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen. Viele Unternehmen etablieren deshalb eigene Teams, um entsprechende Kampagnen zu kreieren. Zugleich lernen Brands aber auch sehr viel durch das Nutzerverhalten der Konsumenten in den sozialen Netzwerken selbst. Diese Informationen gilt es effektiv zu nutzen, sowohl im Marketing als auch für Branding-Prozesse. Unternehmen, die die Vernetzung mit dem Verbraucher meistern und sie mit ihren Marketing- und Branding-Strategien verknüpfen, können sich gegenüber der Konkurrenz einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erarbeiten.

 

Sie sprechen davon, ein fesselndes Markenerlebnis zu schaffen, sei notwendig. Wie soll ich mir das vorstellen? Hauptsache, der Sneaker sieht cool aus, passt und ist bequem.

Klar sollte der Sneaker cool ausschauen, passen und auch bequem sein. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Es gibt deutlich mehr Faktoren und Touchpoints die Marken bei der Kommunikation mit den Konsumenten beachten müssen. Beispielsweise lassen sich durch die Auswertung von Kundendaten eindeutige Trends ableiten, die für Branding und Design entscheidend sind. Hier zeigt sich auch, dass Design und Marketing viel enger zusammenarbeiten müssen, um mit einer authentisch-visuellen Sprache ihre Konsumenten anzusprechen. Denn diese suchen einen ehrlicheren Dialog mit den Werbenden und jedes Branding-Element beeinflusst letztlich auch das Verbrauchererlebnis. 


Mehr zum Thema Markenführung zeigt Monotype auf seinem Stand auf der dmexco 2017, Halle 7 / E051.

Alle Informationen zur digitalen Leitmesse am 13. und 14. September in Köln gibts auf der Homepage der Messe. ​​​​​​​ 

Schlagworte zum Thema:  Marke, Touchpoint, Customer Experience, Markenführung

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