25.04.2013 | Digital-Index

Männer liegen beim Digitalisierungsgrad deutlich vor den Frauen

Die Mehrheit der 30- bis 39-Jährigen ist in der digitalen Welt angekommen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Bundesbürger sind in der digitalen Welt angekommen. Ausführliche Zahlen dazu liefert der D21-Digital-Index 2013, eine Übersicht über den Digitalisierungsgrad der Deutschen. Demnach weisen Männer einen höheren Indexwert auf als Frauen. Die aktivsten Onliner sind zwischen 30 und 39 Jahren alt.

Die Werte des D21-Digital-Index 2013 basieren auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 3.800 Personen ab 14 Jahren. Der Index misst den Digitalisierungsgrad einzelner Bevölkerungsgruppen auf Basis von 100 möglichen Punkten. So weisen Männer mit 55,2 Punkten einen deutlich höheren Indexwert auf als Frauen, die 47,4 Punkte erreichen. Der Digitalisierungsgrad der Gesamtbevölkerung beträgt aktuell 51,2 Punkte. Überdurchschnittlich hohe Werte erreichen außerdem Menschen mit abgeschlossenem Studium (61,3 Punkte) sowie Personen zwischen 30 und 39 Jahren (64,7). Hauptschulabgänger erzielen hingegen lediglich einen Wert von 41 Punkten.

Eng verbunden ist der Digitalisierungsgrad darüber hinaus mit dem Nettoeinkommen eines Haushaltes. Jene mit einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro oder mehr erreichen 63,9 Punkte. Dieser Wert ist damit nahezu doppelt so hoch wie der von Haushalten mit einem monatlichen Einkommen unter 1.000 Euro (35,2 Punkte). Einen auffallend niedrigen Index weisen auch Personen über 70 Jahren mit 26,6 Punkten auf.

Erfasst wurden auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Über dem Durchschnitt liegen momentan Nordrhein-Westfalen (57,7 Punkte), Bremen (52,8 Punkte) sowie Schleswig-Holstein (52,3 Punkte). Bayern und Hessen erreichen mit 51,2 Punkten exakt den Bundesdurchschnitt und liegen damit gemeinsam auf dem vierten Platz. Die beiden Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern (44,1 Punkte) und Sachsen-Anhalt (40,5 Punkte), die anderen elf Bundesländer bleiben ebenfalls unter dem Wert des Deutschland-Index.

Der Index der Initiative D21, einem gemeinnützigen Verein aus Vertretern von Politik und Wirtschaft, basiert auf vier Säulen: Dem "digitalen Zugang", der den Zugang zum Internet und das jeweilige Endgerät umfasst, der "digitalen Offenheit", der "digitalen Kompetenz" sowie der "digitalen Nutzung". Hier betragen die Durchschnittswerte für die gesamte Bevölkerung in Deutschland 54,2 Punkte, 53,9 Punkte, 50,3 Punkte sowie 40,3 Punkte.

Schlagworte zum Thema:  Mediennutzung, Online-Marketing

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