05.12.2012 | M-Commerce

Was Webshops im mobilen Internet erfolgreich macht

Mobile Shops müssen sich den Bedürfnissen von Smartphone-Nutzern anpassen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Obwohl 15 von 20 Online-Händlern bereits eine mobil optimierte Version ihrer Shops betreiben, fehlt es vielen noch an Erfahrung hinsichtlich Aufbau und Usability. Und das sieht man. Die Studie "Online-Shops und mobiles Internet" von Maglist zeigt auf, was Webshops im mobilen Internet erfolgreich macht.

Die Agentur für Online-Marketing hat sich dazu die 20 umsatzstärksten Webshops des Jahres 2011 (ermittelt durch das EHI Retail Institute 2012) angesehen und nach den Kategorien "Verwendete URL", "Navigation" und "Suchfelder" analysiert. Ein erstaunliches Ergebnis vorweg: Zu den fünf Shops ohne mobil optimierte Version gehören neben Docmorris und Redcoon auch der Apple-Store.

Insgesamt zeigen die 20 führenden Webshops jedoch, wohin die Reise geht. Langfristig ist die Optimierung eher Pflicht als Kür. Alle untersuchten mobilen Shops – Amazon ausgenommen – sind unter der Subdomain „m“ erreichbar. Man kann daher davon ausgehen, dass sich Nutzer an diesen Zugang gewöhnen werden und bei ihnen bekannten Domains automatisch auf diesem Weg zum Shop zu gelangen versuchen werden. Da sich Google über kurz oder lang ebenfalls auf diese Kennzeichnung stützen wird, dürfte die mobile Site in Form von m.domainname.de sich langfristig durchsetzen.

Auf die Bedienbarkeit kommt es an

Ebenso wichtig wie der Zugang zur Website, ist der Zugang zu den gesuchten Produkten. Die Platzierung der Produktmenüs wurde von den Händlern unterschiedlich gelöst. Am häufigsten (sechs Mal) erscheinen die Buttons, die zu den Produktkategorien führen, nach dem Laden der Seite sofort auf dem Bildschirm. Ähnlich oft werden die Angebote im oberen Seitenbereich der Startseite gezeigt. Dann ist das Menü mit den Produktkategorien allerdings erst nach einem Fingerwischen erreichbar (fünf Fälle). In drei Fällen ist zwar der Zugang zum Kategorien-Menü sofort nach dem Laden sichtbar, die einzelnen Menüpunkte werden aber erst nach dem Tippen auf den Touchscreen angezeigt. Nur in einem Fall werden die Produkte gleich auf der Startseite präsentiert. Fünf der sechs umsatzstärksten Webshops stellen auf der Startseite zunächst aktuelle Angebote vor und lassen das Produktmenü erst weiter unten auf der Seite folgen. Ein Trend, welche Variante sich letztendlich durchsetzen wird, ist dabei noch nicht zu erkennen, wobei die Studieninitiatoren die Version des Tchibo-Shops präferieren. Hier ist zum einen ein zentraler Zugang zu den Produktkategorien vorhanden, zum anderen ist er derart gestaltet, dass er auf mehreren Ebenen gut bedienbar ist.

Gestaltung und Größe beachten

Da bei Smartphones die Navigationsbuttons nicht mit der Maus, sondern mit Fingertipps bedient werden, sind Gestaltung und Größe wichtig. Der Mittelwert der Buttons der untersuchten Webshops liegt bei 92 Pixel, wobei sie insgesamt zwischen 30 und 170 Pixel variieren.

Bei der Suchfunktion bieten praktisch alle Anbieter mobiler Webshops ein Volltext-Suchfeld an. Hierbei orientieren sie sich am Nutzerverhalten im stationären Web. Bei allen Webshops (einzige Ausnahme ist C&A) sind sie im Kopfbereich der Seite angeordnet. Lediglich H&M und Tchibo verzichten ganz auf eine Volltextsuche. Auch hier gilt hinsichtlich der Bedienerfreundlichkeit, keine zu kleinen Eingabefelder anzubieten. Die durchschnittliche Größe liegt hier bei 58 Pixel (zwischen 40 und 82 Pixel).

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, E-Commerce, Mobile Marketing

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