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Handel noch nicht auf mobile Kunden eingestellt

Immer häufiger kommt der Traffic über mobile Geräte.
Bild: Michael Bamberger

54 Millionen Deutsche kaufen im Internet ein, mehr als die Hälfte davon via Smartphone oder Tablet. Der Handel ist jedoch noch längst nicht auf diese mobilen Kunden eingestellt, wie eine Studie von Ibi-Research nun ergeben hat. Ein Defizit: Der Checkout-Prozess.

Demnach haben erst 43 Prozent der deutschen Händler ihren Webshop auch für mobile Endgeräte optimiert. Defizite existieren jedoch nicht nur bei der mobilen Optimierung, sondern auch bei einem der wichtigsten Bestandteile eines Online-Shops: dem Checkout. 90 Prozent der Händler analysieren genau diesen Prozess nicht regelmäßig. Und obwohl 80 Prozent der Händler das große Ertragspotenzial der virtuellen Kasse kennen, hat ein Drittel noch keine konkreten Maßnahmen aus diesem Wissen abgeleitet.

Dr. Gerrit Seidel, Senior Vice President DACH beim Anbieter für Zahlungslösungen Klarna, erkennt Handlungsbedarf: Die Zahlen seien alarmierend für den deutschen Online-Handel. Händler müssten durch eine gründliche, kontinuierliche Analyse die Stellschrauben in Ihrem Shop identifizieren. Darüber hinaus sollte sich jeder Online-Händler mit der Optimierung seines Shops für mobile Endgeräte beschäftigen. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann der überwiegende Anteil des Traffics von Mobile kommen werde. Nur wer diesen dann auch in Umsatz verwandeln könne, werde im Wettlauf um die Kunden langfristig erfolgreich sein.

Noch bedeutet mobile Optimierung für die meisten Shops lediglich die Darstellungsweise auf mobilen Endgeräten. Nun müssen jedoch auch Anmelde-,Registrierungs- und Zahlungsprozesse angepasst werden, weil Kunden einen Shop sehr schnell wieder verlassen, wenn diese Prozesse zu lange dauern. Noch durchlaufen viele Kunden bis zu vier Schritte, bis der Kauf abgeschlossen ist. Ein optimales Einkaufserlebnis ist dies sicher nicht. Und auch die gewünschten Zahlungsarten müssen angeboten werden: Aktuell verlieren noch immer mehr als 50 Prozent der Händler ihre Kunden, weil die gewünschte Methode nicht angeboten wird.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, E-Commerce, Mobile Commerce, Konversion

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