03.12.2012 | M-Commerce

Das I-Pad ist ein Shopping-Kanal mit eigenen Gesetzen

I-Pad-Nutzer ticken anders: Sie kaufen mehr und zu anderen Zeiten.
Bild: bloomua - Fotolia

53 Prozent aller Transaktionen im europäischen M-Commerce entfallen aufs I-Pad. Neben einer höheren Kaufkraft unterscheiden sich die Nutzer der Geräte auch durch ihre Kaufgewohnheiten deutlich von PC- und Smartphone-Usern. Dies hat das "Mobile Performance Barometer 2012" von Zanox herausgefunden.

Auf Basis von über 1.000 Advertiser-Programmen hat das Performance Advertising Netzwerk Zanox abgeschlossene Einkäufe analysiert, um herauszufinden, ob und wie sich das Shopping-Verhalten von I-Pad-Nutzern von dem anderer Käufergruppen im M-Commerce unterscheidet. Auffallend ist zunächst, dass die Durchdringung von I-Pads inzwischen so hoch ist, dass immerhin 53 Prozent aller Transaktionen im europäischen M-Commerce darüber abgewickelt werden. Auf I-Phones und Android-Geräte entfallen nur 19 beziehungsweise 25 Prozent.

I-Pad-Nutzer kaufen sonntags

Heraus kam auch, dass I-Pad-Nutzer nicht nur deutlich kaufkräftiger sind als andere M-Shopper, sie unterscheiden sich ebenso in ihren Kaufgewohnheiten. Wenn sich Smartphone und PC-Nutzer mit anderen Dingen beschäftigen, fangen sie erst mit dem Shopping an. So wird beinahe ein Drittel der täglichen Transaktionen zwischen 18 und 21 Uhr getätigt, der Sonntag ist mit 25 Prozent aller Einkäufe der bevorzugte Shoppingtag. Anders bei Nutzern anderer mobiler Endgeräte: Sie kaufen vorwiegend zwischen Montag und Donnerstag ein und sind den ganzen Tag über aktiv.

63 Prozent des M-Commerce-Umsatzes über das I-Pad wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 durch Einzelhändler und Modeanbieter generiert. Beim Vergleich der Wachstumszahlen verschiedener Branche fällt auf, dass vor allem die Bereiche „Retail und Shopping“ (plus 222 Prozent), „Telekommunikation und Dienstleistungen“ (plus 223 Prozent) sowie „Reisen“ (plus 213 Prozent) vom I-Pad-Boom profitieren konnten.

Das I-Pad ist demnach ein M-Commerce-Kanal mit eigenen Gesetzen. Darauf müssen sich Marketer einstellen. Sales-Kampagnen müssten an das spezielle Konsumverhalten dieser Nutzer angepasst werden, sagt Stefanie Lüdecke, Chief Sales Officer bei Zanox. Andernfalls sei es kaum möglich, das Absatzpotenzial dieses Kanals voll auszuschöpfen.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, E-Commerce, Online-Marketing

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