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Kosten der Internetkriminalität steigen weltweit deutlich an

Auf 2,83 Milliarden Euro beliefen sich die Kosten, die Cyberkriminelle im Jahr 2012 verursachten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Laut Norton Report, einer weltweiten Umfrage zu Internet-Nutzerverhalten und –Kriminalität, sind die Kosten, die durch kriminelle Handlungen im Web entstehen, weltweit um 50 Prozent gestiegen. Positiv hingegen: Die Zahl der Opfer ist gesunken.

Diesen scheinbaren Widerspruch erklärt Studienautor Stephen Trilling von Symantec mit den raffinierten Methoden der Cyberkriminellen. Diese würden mit modernen Methoden wie Erpressersoftware oder Spear-Phishing, mehr Geld generieren. Hinzu komme die Entwicklung, dass 49 Prozent der Befragten ihr Mobilgerät sowohl privat als auch geschäftlich nutzten, wodurch Kriminelle Zugriff auf wichtige Unterlagen erhielten.

48 Prozent der Smartphone- oder Tablet-Nutzer weltweit treffen nicht einmal grundlegende Sicherheitsvorkehrungen: Es werden keine Passwörter verwendet, keine Schutzsoftware installiert und auch ein regelmäßiges Back-up führen die wenigsten durch. Das relativ hohe Sicherheitsbewusstsein, dass die Nutzer bei PCs an den Tag legen, hat sich bislang noch nicht auf mobile Geräte übertragen.

In Deutschland gaben 29 Prozent der Befragten zu, dass ihr lascher Umgang mit mobilen Geräten nicht allein an mangelndem Gefahrenbewusstsein liegt, sondern auch eine gehörige Portion Bequemlichkeit im Spiel ist. Demnach überwiegt der Komfort einer konstanten Internetverbindung vor den potenziellen Risiken.

Leicht haben es die Cyberkriminellen auch deshalb, weil die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung mobiler Geräte verwischen. In Deutschland verwenden 32 Prozent der Berufstätigen ihre Geräte in beiden Welten, weltweit sind es sogar  49 Prozent. Außerdem werden weltweit 30 Prozent der Geräte auch von den Kindern genutzt, um Apps herunterzuladen, Musik zu hören oder Videos anzusehen. Deutsche sind im Vergleich etwas zurückhaltender, hier liegt der Anteil bei 15 Prozent.

Der Schaden, der dadurch entsteht, ist immens. Allein in Deutschland werden die Kosten auf mehr als drei Milliarden Euro beziffert, im letzten Jahr waren es erst 2,83 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Kosten pro Nutzer lagen in Deutschland bei etwas mehr als 200 Euro.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Mobile Marketing, Mediennutzung

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