15.02.2013 | Kommunikation

Firmen-Networks wenig beliebt

Viele Arbeitnehmer wollen nicht von der E-Mail lassen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Auf ihre gewohnte E-Mail-Flut wollen deutsche Arbeitnehmer offenbar ungern verzichten. Firmeneigene Social Networks sind für die meisten Befragten einer Studie des Wall Street Journal Deutschland keine reizvolle Alternative.

66 Prozent der Deutschen wollen demnach am Arbeitsplatz nicht auf die E-Mail verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Firmen-Networks, sind für 72 Prozent kein Ersatz. Die Mehrheit der Befragten stellt sich damit eindeutig gegen die Annahme der Führungsetagen, dass sich die Mitarbeiter durch E-Mails bei ihrer Arbeit gestört fühlen. Auch andere Entlastungsaktionen, die einige Unternehmen in letzter Zeit gestartet haben, kommen nicht gut an: So lehnen es immerhin 63 Prozent der Befragten kategorisch ab, wenn ihre Arbeitgeber ihnen verbieten wollen, außerhalb der Arbeitszeit elektronische Post zu empfangen. Immer mehr Firmen arbeiten zurzeit an Alternativen zur E-Mail und gründen dazu beispielsweise unternehmensinterne Netzwerke und Wikis zur Gruppendiskussion und dem gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten. Die ersten Firmen haben bereits beschlossen, die E-Mail-Kommunikation langfristig komplett abzuschaffen.

Selbst junge Menschen bevorzugen die klassische E-Mail

Selbst junge Menschen können sich ein (Arbeits-)Leben ohne E-Mail nur schwer vorstellen: 70 Prozent der 18- bis 34-Jährigen sind der Meinung, dass es im Berufsleben keine bessere Kommunikationsmöglichkeit gibt als über die klassische E-Mail. Demgegenüber halten viele Experten die E-Mail-Kommunikation vor allem innerhalb großer Unternehmen für zu unflexibel.

Für die repräsentative Umfrage hatte der Marktforscher Toluna um Auftrag des Wall Street Journal Deutschland 1.000 Personen befragt.

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