29.09.2016 | Serie Kolumne So sehe ich das

Guter Content muss fesseln

Serienelemente
"Idealerweise sollte jedes Fachbuch automatisch auf anderen Medien verfügbar sein – als E-Book und als Hörbuch."
Bild: Haufe Online Redaktion

Second- und Third-Screen sind im Bereich der TV-Nutzung längst gang und gäbe. Wie die TV-Nutzung wird das Leseverhalten immer kanalübergreifender. Doch viele offline-Medien scheinen den Trend gekonnt zu ignorieren, indem sie konsequent Links oder noch besser QR-Codes einbauen.  Wo bleiben die Formate wie E-Book und Hörbuch?

Ferienzeit ist Lesezeit! Das ist oder war bei Ihnen wahrscheinlich auch so. Endlich konnten die Stapel an Fachzeitschriften, Fachbüchern und liegengebliebener (physischer und elektronischer) Post abgearbeitet werden. Wie immer eine spannende, lehrreiche, kurzweilige und zunehmend auch multimediale Erfahrung. Aber keine Angst, ich werde Sie jetzt nicht mit meinem neuen Wissen langweilen – obwohl es darüber auch einiges zu berichten gäbe. Vielmehr möchte ich Sie auf zwei Aspekte hinweisen, welche mir aufgefallen sind. Erstens wird mein Leseverhalten immer kanalübergreifender, indem ich immer häufiger während des Lesens etwas im Internet nachschlage oder online nach ergänzenden Informationen suche. Dieses Verhalten ist nicht wahnsinnig neu und ist vor allem im Bereich TV unter dem Begriff Second- oder Third-Screen längst bekannt. 

Zu viel BlaBla

Umso erstaunlicher jedoch ist, dass viele Offline-Medien diesem Trend noch zu wenig Rechnung tragen, indem sie konsequent Links oder noch besser QR-Codes einbauen. Gerade Fachbücher weisen hier ein großes Defizit auf. Idealerweise sollte jedes Fachbuch automatisch auf anderen Medien verfügbar sein – als E-Book und als Hörbuch. Als zweites ist mir wieder einmal aufgefallen, wie viele Anglizismen, Fremdwörter, ja neue Wortkreationen laufend produziert werden. Dass dies nicht immer gut ankommt, musste das Unternehmen BSH Hausgeräte bitter erfahren, welches mit seinem "Bullshit-Bingo-Video" die Netzgemeinde während der Sauregurkenzeit prächtig amüsiert hat. Lassen Sie mich mit einem praktischen Tipp enden: Damit Ihnen so etwas nicht passiert, sei auf das sogenannte Bla- BlaMeter im Internet hingewiesen. Das BlaBlaMeter entlarvt schonungslos, wie viel heiße Luft sich in Texten eingeschlichen hat. Und das kann weh tun. Dieser Artikel weist übrigens einen (sehr guten) Wert von 0.15 aus.

Schlagworte zum Thema:  Content Marketing, Content, CRM, Customer Journey, Kundenbindung

Aktuell

Meistgelesen