14.05.2014 | Internetdienste

Ein Drittel der Nutzer liest nie die Datenschutzerklärung

Die durchschnittliche Datenschutzerklärung für Internet-Dienste ist zu lang und unverständlich. Auch deshalb liest sie kaum einer.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Jeder dritte Internetnutzer liest nie die Datenschutzerklärung der Diensteanbieter. Das geht aus einer Umfrage des Bitkom hervor. 

31 Prozent der Befragten erklären, nie in die Datenschutzerklärungen der Anbieter von Internetdiensten zu gucken, bevor sie die Dienste nutzen. 21 Prozent sagen, dass sie bewusst darauf verzichten, zehn Prozent gehen davon aus,  dass sie im Internet keine Datenschutz-relevanten Dienste nutzen.

Die breite Masse (42 Prozent) erklärt, die Erklärungen immerhin selten zu lesen. Nur elf Prozent lesen die Datenschutzerklärungen nach eigenen Angaben immer. Und das, obwohl gerade in Deutschland das Thema Datenschutz und die Skepsis bei der Nutzung persönlicher Daten im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht. Dabei sehen sich die Verbraucher durchaus in der Verantwortung, wenn um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht. 

Datenschutzerklärungen völlig unverständlich

Grund für die Zurückhaltung: Die Datenschutzerklärungen sind lang, unübersichtlich und für Laien völlig unverständlich. Deshalb fordern 90 Prozent der Verbraucher von Anbietern von Internet-Diensten auch kurze und verständliche Erklärungen. das hat der Bitkom in einer anderen Erhebung herausgefunden. Außerdem wollen 95 Prozent der Internetnutzer nicht, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Und  84 Prozent fordern strenge Voreinstellungen zum Datenschutz. dafür sind sie sogar bereit, bei der Usability Abstriche zu machen.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Internet, Persönliche Daten, Datenschutzerklärung

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