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Infografik: Was eine großartige Überschrift ausmacht

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Bild: Haufe Online Redaktion

Die Überschrift ist der wichtigste Teil Ihres Contents. Denn ohne eine gute Überschrift kommt der Nutzer gar nicht erst dazu, sich dem Rest zu widmen. Wir haben die besten Tipps für gute Überschriften in diesem Artikel und in einer separaten Infografik zusammengefasst.

Es ist ernüchternd: Acht von zehn Menschen lesen die Überschrift, aber nur rund 20 Prozent lesen auch den restlichen Text. Je besser also die Überschrift, desto eher wird der Rest des Contents konsumiert.  Die Überschrift öffnet die Tür, der Raum dahinter, also der Inhalt des Textes, muss das Versprechen, welches die Tür gemacht hat, einhalten. Eine Überschrift ist also gleichzeitig der größte Hebel, der Ihnen zu Verfügung steht. Gleichzeitig ist sie aber auch eine vertrauensbildende Maßnahme.

Siehe auch: Der große Headline-Ratgeber

Fünf Regeln für klickstarke Überschriften

1. Sei spezifisch und mache neugierig

Noch immer liest man in Überschriften über „wichtige Punkte“  oder „wissenswerte Dinge“, dabei ist der Informationsgehalt von „Punkten“ und „Dingen“ minimal bis nicht vorhanden. Neugierig macht eine solche Überschrift aufgrund von tausend ähnlichen Headlines auch nicht. Streichen Sie also „Dinge“ und „Punkte“ aus Ihrem Vokabular. Es gibt so viele schönere Worte:

  • Geheimnisse
  • Vorteile
  • Inspirationen
  • Tricks
  • Fakten

Fragen Sie sich selbst, auf welchen Artikel Sie klicken würden: „7 Dinge, die Ihren Traffic verdoppeln“ oder „7 Geheimnisse, die Ihren Traffic verdoppeln?“


2. Sei einzigartig und innovativ

Wieso sollte irgendjemand eine Überschrift lesen, die er bereits woanders gesehen hat? Und wenn das nicht der Fall ist, wieso sollte er sie öffnen, wenn sie kein neues, wichtiges Wissen verspricht? Das eine ist die inhaltliche Ebene, die stark vom eigentlichen Content bestimmt wird. Aber über die Formulierungen haben Sie freie Wahl. Wörter wie „einfach“ oder „kostenlos“ sind einfach zu oft verwendet worden. Wieso probieren Sie es nicht einmal mit Wörtern, die drohen in Vergessenheit zu geraten?

  • unberechenbar, flatterhaft, unstet, inkonsequent
  • merkwürdig, krude, bizarr, grotesk, kauzig, abstrus
  • außergewöhnlich, extravagant, schwärmerisch, weltentrückt, utopisch
  • hervorragend, mustergültig, beispiellos, virtuos, makellos

 

3. Nutze negative Wörter

Studien zeigen, dass Überschriften, die negative Wörter wie „niemals“ und „stoppen“ enthalten, in der Regel besser angeklickt werden und auch häufiger geteilt werden. Das heißt nicht, dass Sie auf Teufel komm raus eine Überschrift ins Negative verkehren müssen. Dennoch müssen Sie wissen, dass Angst auch bei Überschriften funktioniert. Leser wollen keine Fehler machen, über die Fehler anderer dennoch gerne Bescheid wissen.

 

4. Verwende Zahlen

Überschriften die Zahlen enthalten, werden ebenfalls öfter angeklickt. Sie geben dem Leser zunächst eine genauere Vorstellung davon, wie umfangreich der Artikel ist. Durch die Spezifizierung (siehe oben) schaffen Zahlen vertrauen. Entgegen der journalistischen Tradition, die Zahlen bis zwölf ausschreibt, sollten Sie übrigens Zahlen in Überschriften als Zahlen schreiben. Sie können schneller erfasst werden. Übrigens: Zahlen, die nicht so häufig verwendet werden, haben statistisch gesehen bessere Chancen, geklickt zu werden. Das nächste Mal, wenn Sie einen Artikel über 20-„Was-auch-immer“ schreiben, denken Sie darüber nach, vielleicht 19 oder 21 daraus zu machen. Noch ein Tipp: Ungerade Zahlen funktionieren statistisch gesehen etwas besser.

 

5. Sei persönlich

Personalisierung funktioniert in vielen Bereichen, so auch bei Überschriften. Die persönliche Ansprache ist ein Klickgarant. Aber Sie sollten es auch nicht übertreiben. Die richtige Balance bringt den Erfolg. Es nicht nur ratsam, dem Nutzer das Gefühl zu geben, ein Individuum zu sein. Es kann auch helfen, wenn der Autor selbst in Erscheinung tritt, um dem Content eine persönlichere Note zu geben.

Wie lang darf eine gute Überschrift sein?

Lange Zeit war die gängige Praxis, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bei der Länge zu einigen (SEO), und daraus die maximale Überschriftenlänge abzuleiten. Gute Überschriften, so sagte man, sind universell. Sie funktionieren auf allen Kanälen. Letzterem muss nicht widersprochen werden. Das Problem: Der Trend, zumindest in sozialen Netzwerken, geht hin zu längeren Überschriften (siehe BuzzFeed und Co.). Die Beschränkung im SEO-Bereich bleibt jedoch, ja wurde im vergangenen Jahr sogar noch schlimmer. Und auch kurze Überschriften haben viel Potenzial. Es muss also vorher entschieden werden, auf welchem Kanal der Fokus liegen soll. Oder es müssen zwei verschiedene Überschriften gefunden werden.

 

  • SEO: Ungefähr 55 Zeichen, maximal sechs Wörter im Titile-Tag.
  • Social: Als kleinster gemeinsamer Nenner kann hier Twitter ausgemacht werden. Wollen Sie noch einen Link unterbringen, ist die Maximallänge für die Überschrift hier 117 Zeichen. (Insgesamt 140 Zeichen) 

Unabhängig des Kanals muss jede Überschrift ÜBERZEUGEND und DIREKT sein.

Drei der erfolgreichsten Social-Überschriften letztes Jahr

The 46 Most Brilliant Life Hacks Every Human Being Needs To Make Life Easier (Fast zwei Millionen Social Signs)

20 Reasons Why Your Big Sister Is The Greatest Gift Your Parents Gave You (Über 1,8 Millionen Social Signs)

 

Hier geht’s zur Infografik in voller Größe

Quellen:

blog.lewispr.de

the-digitale.com

spektrum.de


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Schlagworte zum Thema:  Content Marketing, Content, Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing

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