Viele Zielgruppen bewegen sich heute in sozialen Medien. Bild: MEV-Verlag, Germany

Die für Werbende interessanten Zielgruppen tummeln sich in den sozialen Netzwerken. Kein Wunder, dass Influencer Marketing 2017 durchstartete. 2018 wird aus dem Trend eine feste Größe im Marketingmix, sagt Christine Link von Goldmedia. Was das bedeutet.

Der Trendmonitor 2018 von Goldmedia beschreibt, wie es 2018 im Marketing weiter geht. Christine Link erklärt die Entwicklungen in Sachen Markenbotschafter.

Aufmerksamkeit verlagert sich in die sozialen Netzwerke. In Zeiten des medialen Wandels landen Marketingprofis nicht nur bei der Suche nach jungen Zielgruppen immer häufiger in den sozialen Netzwerken. Denn diese erfreuen sich nach wie vor einer stetig wachsenden Nutzerschaft: Allein bei Instagram soll die Zahl der Nutzer Zahlen von Emarketer zufolge in Deutschland von aktuell 11,2 Mio. auf 16,3 Mio. bis 2021. Zudem zeigen Studien, dass Produktwahrnehmung sowie Kaufmotivation über soziale Plattformen sehr gut funktionieren.

Klar, dass sich Werbetreibende darauf einstellen: 2017 war Influencer Marketing ein Trend, 2018 wird sich der Markt deutlich ausweiten: Ob in Form von einzelnen Placements oder ganzen Kampagnen wurde experimentiert. Was sich 2018 entwickeln wird, sind einheitliche Messmethoden, KPIs und Wirksamkeitsfaktoren. Nach der ersten Experimentierphase werden diese wichtiger. Wie soll man Werbepostings auf Instagram, Twitter und YouTube miteinander vergleichen? Allerorten fehlt es an Branchenstandards; selbst die Frage nach einer einheitlichen Kennzeichnung und Regulierung von Werbung steht noch am Anfang.

Influencer Marketing wird transparent und messbar

Performance durch neue Kennzeichnungsmodelle für Unternehmen einsehbar. Hier wird es 2018 viel Bewegung geben. Dem Early-Adopter-Stadium entwachsen, wird sich Influencer Marketing weiter professionalisieren und im digitalen Marketingmix wohl auch standardisieren. Nachdem Unternehmen den Stellenwert für ihre Kommunikation erkannt und ihre Influencer-Marketing-Strategie definiert haben, werden sich nun im Zusammenspiel von Vermarktungsportalen und (automatisierten) Vermittlungsagenturen auch Standards bei der Kennzeichnung und Erfolgsmessung entwickeln.

Einen wichtigen Schritt zu mehr Transparenz und Messbarkeit machten jüngst Facebook und Instagram, indem sie 2017 eine neue Form der Werbekennzeichnung einführten. Mit der Kennzeichnung "Bezahlte Partnerschaft“ können seitdem auf Influencer ihre Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen eindeutig offenlegen. Zum anderen haben auch Unternehmen auf bestimmte Insights wie Views oder Klickraten des jeweiligen Posts Zugriff und können die Performance direkt einsehen.

Werbende analysieren Abonnentenzahlen. Ein zweites wichtiges Thema wird die Analyse der Abonnentenzahlen und Interaktionsraten sein: Einige wenige Agenturen bieten dies bereits an. Mithilfe automatisierter Influencer-Marketing- Software lässt sich die Zusammensetzung der Account-Reichweiten analysieren – mitunter eine entscheidende Information. Denn bei vielen Kampagnen müssten Unternehmen sonst Streuverluste hinnehmen. Daher kann es weitaus attraktiver sein, gezielt auf (mehreren) kleinen Accounts zu werben. Diese haben dann zwar als Einzelangebot geringere Reichweiten, dafür aber ein Publikum mit sehr hohem Interesse an einem bestimmten Thema bzw. Produkt und in der Kombination dann wiederum hohe Reichweiten und attraktive Interaktionsraten.

Neue Formate werden erobert, alle Plattformen müssen Kennzeichnungs-Tools anbieten. Während der Begriff Influencer Marketing anfangs durch Youtube geprägt wurde, schwappte das Thema schon 2017 auch auf Instagram über. 2018 wird es sich noch weiter auf die immer beliebteren Instagram-Stories und Live-Streaming-Inhalte ausbreiten. Dabei wird auch die Differenzierung zwischen gebrandeten und gesponserten Inhalten eine wichtige Rolle spielen. Aktuell laufen beide Werbeformen als Empfehlung, aber während die letztere gekennzeichnet sein muss, gibt es für gebrandete Inhalte noch keine Verbindlichkeit.

Facebook und Youtube sind die wichtigsten Kanäle im Influencer Marketing

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing

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