| Wirtschaftsindex Digital

IKT-Branche bleibt vorerst digitaler Vorreiter

Nicht alle Branchen kommen gleich schnell in der Zukunft an.
Bild: Pixabay

Die IKT-Branche bleibt digitaler Vorreiter der gewerblichen Wirtschaft. Noch, denn bis 2021 werden laut "Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2016“ von TNS Infratest die sogenannten wissensintensiven Dienstleister die Pole Position übernommen haben.

Weiterhin bestehen große Unterschiede im Digitalisierungsgrad zwischen den verschiedenen Kernbranchen der gewerblichen Wirtschaft, die der "Wirtschaftsindex Digital“ als "hoch“, "durchschnittlich“ und "niedrig“ kategorisiert. Insgesamt gehören 27 Prozent der Unternehmen zur ersten Kategorie (>= 70 Indexpunkte), 49 Prozent zur zweiten (40 bis 69 Punkte) und 24 Prozent zur dritten (< 40 Punkte).

Digitaler Vorreiter ist aktuell die IKT-Branche mit 75 Indexpunkten. Damit liegt sie deutlich über dem gesamten Wirtschaftsindex Digital 2016 von 55 Punkten. In keiner anderen Branche erzielen bereits 81 Prozent der Unternehmen mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes digital.

Ebenfalls zur Kategorie "hoch" digitalisiert gehören die wissensintensiven Dienstleister. Diese Medienunternehmen, Werbeagenturen, Wirtschaftsprüfungen, Unternehmensberatungen und Marktforscher haben 2016 70 Punkte erreicht. Der Prognose zufolge werden sie den momentanen Spitzenreiter bis 2021 überholt haben.

Zu den "durchschnittlich“ digitalisierten Kernbranchen zählen sieben der insgesamt elf analysierten. Mit 61 Punkten liegt die Finanz- und Versicherungswirtschaft insgesamt auf Platz drei im Ranking. Prognostiziert wird eine Verbesserung um drei Punkte bis 2021. Derzeit erzielen 55 Prozent der Unternehmen mehr als 60 Prozent des Umsatzes digital, dabei sind 85 Prozent der unternehmensinternen Prozesse und Arbeitsabläufe hoch digitalisiert.

Digitalisierungsgrad: Handel im Mittelfeld

Die umsatzmäßig stärkste Branche, der Handel, liegt im Digitalisierungsgrad bei 55 Punkten (2021: 58 Punkte) und landet damit auf Platz fünf (Lesen Sie auch: So sieht die Zukunft des Handels aus). Während hier aktuell 38 Prozent der Unternehmen mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes mit digitalen Angeboten generieren, sind es bei den Energie- und Wasserversorgern erst 13 Prozent. Der Maschenbau erreicht 46 Punkte (2021: 47 Punkte), wobei 18 Prozent mehr als 60 Prozent des Umsatzes mit digitalen Angeboten erzielen.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie kommt aktuell und auch künftig auf 45 Punkte. Wie im Maschinenbau, stammen hier erst in 18 Prozent der Unternehmen mehr als 60 Prozent des Umsatzes aus digitalen Angeboten. Während sieben Prozent der Maschinenbauunternehmen keinerlei Produkte und Dienste digital anbietet, sind es in der chemisch-pharmazeutischen Industrie mit 20 Prozent deutlich mehr. Auf Rang acht liegt momentan die Verkehrs- und Logistikbranche mit 43 Indexpunkten (2021: 47 Punkte), dahinter folgt mit 40 Punkten (2021: 40 Punkte) der Fahrzeugbau.

Mit einem "niedrigen“ Digitalisierungsgrad von gerade einmal 36 Punkten (2021: 38 Punkte) rangiert das Gesundheitswesen auf dem zehnten Platz.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Handel, Finanzwirtschaft

Aktuell

Meistgelesen