19.11.2013 | Top-Thema Google-Hummingbird: Die stille Revolution?

An Google führt kein Weg vorbei

Kapitel
Viele Mittelständler vernachlässigen das Suchmaschinenthema immer noch.
Bild: Alexander Klaus/pixelio.de

"Was Google nicht findet, wird nicht gefunden", lautet eine zutreffende Feststellung, deren Tragweite sich viele mittelständische Unternehmen erstaunlicherweise immer noch nicht bewusst sind.

Dabei sollte jedem, der Produkte oder Dienstleistungen an den Mann oder die Frau bringen will, klar sein, dass alle vertrieblichen Anstrengungen von reduziertem bis gar keinem Erfolg gekrönt sein werden, wenn man Google mit gefühlten 100  Prozent - und echten 96  Prozent - Marktanteil als einzig wirklich relevante Such- und Findemaschine in Deutschland nicht sorgsam bedient. Und Google will bedient werden, ordentlich bedient werden, um einer Webseite einen der begehrten – weil lukrativen – ersten Plätze in den Suchergebnissen zu schenken. Lukrativ sind die ersten Plätze, weil im Schnitt 56,36  Prozent auf das erste Suchergebnis (Platz 1), 13,45  Prozent auf Platz 2 und auf Platz 5 nur noch 4  Prozent klicken. Was danach noch geklickt wird, bedarf keiner großen Fantasie mehr.

Wie bedient man Google ordentlich?

Dieses Geheimnis lüftet Google nur bruchstückhaft, zumeist durch esoterisch anmutende Weisheiten des Google-Orakels Matt Cutts, dessen Worte dann wie das unverständliche Grummeln eines Gurus von seinen Jüngern begeistert aufgenommen und beliebig interpretiert wird. Dieses Verhalten von Google gilt auch für die großen und kleinen Updates des Google-Algorithmus (und derer gibt es im Schnitt 500 bis 600 pro Jahr). Die Verbreitung mancher Updates wird von Google maximal gefördert und andere werden nur beiläufig erwähnt, wenn überhaupt. Hoch kommunikativ ist Google zumeist dann, wenn Updates dazu dienen, SEO-SPAM zu bereinigen, also zum Beispiel einmal mehr unnatürlichen Linkaufbau erkennen sollen. Stiller verhält sich Google hingegen dann, wenn die Suche an sich verändert wird, also die Art und Weise, wie der Google-Algorithmus Suchanfragen und Web-Content interpretiert. Der Grund ist nachvollziehbar: Änderungen in der Suche selbst gehen mit tiefen Eingriffen in den Kern des Algorithmus einher und zeigen im Praxistest regelmäßig auch gröbere Fehler. Diese Fehler bereinigt Google dann lieber geräuschlos, ohne große öffentliche Wahrnehmung. Dies wird auch der Grund dafür sein, dass das jüngste Update des Such-Algorithmus, das sogenannte "Hummingbird-Update", ohne Ankündigungen umgesetzt wurde und auch lange nach der offiziellen Google-Verlautbarung selbst große SEO-Foren und –Dienstleister dazu schwiegen. Dabei hat Google mit dem Hummingbird-Update eine Revolution in der Interpretation von Suchanfragen eingeläutet, die auch die Art und Weise, wie man Google im vorgenannten Sinne "ordentlich bedient" grundlegend verändern wird, aber aktuell noch nicht tut, worauf ich gleich zu sprechen komme.

Schlagworte zum Thema:  SEO, Content, Suchmaschine, Google, Suchanfragen, Suchmaschinenoptimierung

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