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FTC beweist: Google bevorzugt eigene Dienste – Verfahren dennoch eingestellt

Google bevorzugt sich selbst.
Bild: Google

19 Monaten lang untersuchte die amerikanische Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission), ob Google eigene Dienste unfairerweise in der Suche bevorzugt. Das Ergebnis ist eindeutig: Alle Vorwürfe konnten bestätigt werden. Trotzdem wird die FTC keine weiteren Schritte gegen Google einleiten. Warum nur?

Google hat seit einiger Zeit den Ruf, der Konkurrenz durch eine monopolartige Stellung zu schaden. Der Vorwurf: In den Feldern, in denen Google eine eigene Lösung hat, wird die Konkurrenz in der Suche zurückgestuft und die eigenen Angebote nach oben gehievt. Diesem Vorwurf ist nun die amerikanische Handelsaufsicht nachgegangen – mit intensiver Unterstützung von Google. Drei Kritikpunkte waren dabei zentral.

 

1. Bevorzugt Google eigene Dienste?

Dieser Vorwurf konnte klar bestätigt werden. Das bezieht sich sowohl auf die normalen Google-Suchergebnisse, als auch auf Google News, Google Shopping oder Google Maps. Die FTC sieht es als erwiesen an, dass Google eigene Dienste systematisch bevorzugt, wodurch viel weniger Klicks und damit Kunden auf die Konkurrenzprodukte gelangen. Die FTC will hier trotzdem nicht eingreifen.

 

2. Stuft Google die Konkurrenz ab?

Nicht nur werden die eigenen Produkte bevorzugt, auch die Konkurrenz wird abgestuft, wenn ein Google-Produkt ins Spiel kommt. Gibt es beispielsweise ein Google-Shopping-Ergebnis, so ist es in den meisten Fällen unwahrscheinlich, dass es eine weitere Angebotsseite weit nach vorne schafft. Nicht nachweisen konnte die FTC, dass das mit der eindeutigen Absicht geschieht, der Konkurrenz zu schaden.

 

3. Verwendet Google widerrechtlich Informationen?

Google verwendet im großen Stil Fremdinformationen. Ob von Wikipedia, Produktbewertungen von Yelp oder Produktbeschreibungen von Amazon. Dieser Teil war offensichtlich. Bereits vor einem Jahr klagten mehrere Google-Konkurrenten (nicht Wikipedia!) erfolgreich dagegen, da nicht klar genug erkenntlich war, von wem die Informationen wirklich stammten. Google stellte daraufhin das radikale Vorgehen hier ein – und die FTC verfolgt es seitdem nicht weiter.

 

Google General Counsel Kent Walker sagte in einem Statement, dass die FTC nach intensiver Untersuchung keine Veranlassung gesehen hätte, bei dem Ranking und der Anzeige von Suchergebnissen einzugreifen. Die Untersuchung ging bereits im August zu Ende und wurde nun öffentlich. Neun Millionen Einzelseiten wurden überprüft.

 

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Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, Google, Search Engine Marketing

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