Nichts geht mehr ohne - das Smartphone hat die Welt erobert. Bild: Pixabay

Zum ersten Mal liegt der Anteil der mobilen Internetnutzung weltweit über 50 Prozent. Laut Consumer-Barometer-Studie von Google markiert 2017 damit den Durchbruch des Smartphones. Was diese Entwicklung für das Nutzerverhalten bedeutet.

79.000 Nutzer in 63 Ländern wurden befragt. Alle Interviews zusammen dauerten über zwei Millionen Minuten und geben Einblicke in weltweite Trends und Entwicklungen.

Mobilgeräte sind grundsätzlich in allen untersuchten Ländern erste Wahl, wenn es um die Internetnutzung geht. Weltweit liegt die mobile Internetnutzung bei 76 Prozent. In den einzelnen Ländern rangiert sie zwischen 98 Prozent (Saudi-Arabien) und 51 Prozent (Ukraine). Der weltweite Durchschnitt liegt bei 76 Prozent. Deutschland kommt auf 73 Prozent. Und in 62 der 63 Umfrageländer gehen Nutzer häufiger mit dem Smartphone als mit dem Desktop in Internet.

Für Unternehmen und Werbende liefert die Studie wichtige Informationen:

Das Dreieck "Unterhaltung – soziale Medien – Wissen“: Die Untersuchung zeigt, dass bei fast allen Internetaktivitäten Mobilgeräte die zentrale Rolle spielen – mit Auswirkungen auf das Onlineverhalten ganz allgemein. Sowohl in entwickelten als auch in Schwellenländern werden Suchmaschinen bevorzugt via Mobilgerät angesteuert. 65 Prozent greifen mindestens einmal im Monat auf eine Suchmaschine zu, 64 Prozent auf soziale Medien und 57 Prozent auf Onlinevideos.
In allen Ländern werden Mobilgeräte für den Zugang zu Informationen, zur sozialen Interaktion und zu Unterhaltungsangeboten verwendet – in eben dieser Reihenfolge.

Das Smartphone ist Dreh- und Angelpunkt der digitalen Welt

Größere digitale Kompetenz sorgt für die Nutzung neuer internetfähiger Geräte: Durch technologische Neuerungen kommen neue Geräte hinzu. Im Durchschnitt besitzt heute weltweit jeder Erwachsene 2,5 internetfähige Geräte. Am höchsten ist die Zahl in Schweden, den USA, Australien, den Niederlanden und Norwegen.
Im Zuge der steigenden Gerätevielfalt, kommen auch neue Dienste hinzu. 2017 haben 32 Prozent der Nutzer angegeben, dass digitale Assistenten (Apps oder Benutzeroberflächen für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine) für ihr tägliches Leben nützlich sein können. Bei Personen, die ihre digitalen Kompetenzen hoch einschätzen, ist die Zustimmungsrate sogar um 18 Prozentpunkte höher.

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Das Smartphone als Katalysator: In irgendeiner Form nehmen die Onlineaktivitäten in fast allen untersuchten Ländern zu. Verantwortlich dafür sind mobile Geräte. Gleichzeitig werden alle Aktivitäten (Onlinesuche, Social-Media-Nutzung, Bewegtbild-Nutzung) durch die ständigen Begleiter gefördert. Mit der Weiterentwicklung der Märkte werden Nutzer zunehmend über mehrere Geräte verfügen und in noch mehr Situationen auf Informationen, Unterhaltungs- und Kommunikationsangebote zugreifen können. Das Smartphone wird damit zum Dreh- und Angelpunkt der digitalen Welt.

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Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Online-Marketing, Mediennutzung

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