Marketingorganisationen erhöhen 2017 ihre Budgets - vor allem für Data Driven Marketing und digitales Marketing. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Marketingbudgets der Unternehmen steigen auch 2017. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Unternehmensberatung Gartner. Bei ihren auf Wachstum fokussierten Strategien setzen die Firmen vor allem auf E-Commerce und digitales Marketing.

Die Marketingbudgets der Unternehmen setzen ihren kontinuierlichen Anstieg aus dem Jahr 2016 fort. Inzwischen liegen sie bei zwölf Prozent der Unternehmensumsätze. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Gartner in einer CMO-Umfrage.

Click to tweet

"Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen ganz deutlich, wie Marketingorganisationen die Themen Data Driven Marketing und digitales Marketing mittels neuer Prioritätensetzung forcieren", analysiert Jake Sorofman, Vice President Marketers Research bei Gartner.

Die jährliche Umfrage zeigt, dass die Marketingbudgets zum dritten Mal in Folge gestiegen sind: Große Unternehmen (über fünf Milliarden Euro Umsatz) geben 13 Prozent des Umsatzes für ihr Marketing aus. Bei kleineren Unternehmen (250 Millionen bis 500 Millionen Euro Umsatz) sind es rund zehn Prozent des jährlichen Umsatzes. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Größe, der Wettbewerbsdruck sowie die Innovationsgeschwindigkeit.

Mehr Entscheider glauben, dass Marketingbudgets künftig eher sinken

Während die Mehrzahl der Marketingentscheider für 2017 wachsende Budgets sehen, glauben 14 Prozent an einen Schnitt. Der höchste Wert seit Beginn der Umfrage vor fünf Jahren - und eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2014, in welchem lediglich drei Prozent glaubten, dass die Marketingausgaben sinken werden. Immerhin 24 Prozent der Marketingentscheider bei Media-Unternehmen glauben, dass ihre Budgets in 2017 sinken werden.

Laut Umfrage wollen Marketer neun Prozent ihrer Budgets für bessere Websites ausgeben, von 14 abgefragten Kategorien ist dies der höchste Wert. Damit legen die Ausgaben für Websites im zweistelligen Prozentbereich zu.

Die Marketingausgaben für E-Commerce liegen inzwischen bei acht Prozent des Marketingbudgets (zweithöchste Kategorie) - und in vielen vertikalen Industrien auf Rang 1. Laut Umfrage geben B2C-Marketer etwas mehr (neun Prozent) für E-Commerce aus als B2B-Marketer (sieben Prozent). Marketingentscheider aus dem Handel sowie aus der Finanzbranche geben ebenfalls neun Prozent ihrer Marketingbudgets für E-Commerce aus.

Marketer zweifeln an der Effektivität von digitaler Werbung

Auch wenn Unternehmen angesichts von Ad Blocking an der Effektivität von digitaler Werbung zu zweifeln beginnen, wollen zwei Drittel der befragten Marketingentscheider im Jahr 2017 die Budgets für digitales Advertising ausbauen.

Click to tweet

Für die Umfrage hatte Gartner über 300 führende Marketingentscheider aus den USA und aus Großbritannien zu ihren Marketingausgaben befragt. Vor allem die  kurzfristigen und langfristigen Umschichtungen in den Marketingbudgets interessierten die Berater.

Alle Hintergründe und Details zur Studie finden Sie hier

Weiterlesen: So verteilen Unternehmen ihre Marketingbudgets

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Mediaplanung, Werbung

Aktuell
Meistgelesen