10.07.2015 | Digitalisierung

Fünf Mythen über den stationären Handel im digitalen Zeitalter

Viele Händler schätzen die Folgen der Digitalisierung noch falsch ein.
Bild: Mipim

Die Digitalisierung setzt den Einzelhandel unter Druck, und nur wenige Händler wissen diese Entwicklung bisher zu nutzen. Dabei bietet ihnen die Digitalisierung enorme Chancen - wenn sie die zunehmende Diskrepanz zwischen Kundenerwartung und eigener Geschäftsrealität überwinden. Diese fünf Mythen gilt es zu überwinden.

Die Deloitte-Studie "Navigating the New Digital Divide" beleuchtet das In-Store-Käuferverhalten sowie die digitale Mediennutzung und gibt Handlungsempfehlungen zur profitablen Verschmelzung von Ladengeschäft und Online-Präsenz. Sie wurde in neun wichtigen Märkten durchführt, wobei allein in Deutschland mehr als 2.000 Ladenbesucher befragt wurden.

Mythos 1: Kaufentscheidungen werden nach wie vor im Laden getroffen

Die Digitalisierung verlagert die Kaufentscheidung zunehmend aus dem Laden heraus. 64 Prozent aller Konsumenten nutzen digitale Geräte vor dem Einkauf im stationären Einzelhandel für Shopping-Aktivitäten.

Mythos 2: Die Digitalisierung im Einzelhandel betrifft besonders das Einkaufserlebnis im Internet

Die Digitalisierung betrifft das gesamte Einkaufserlebnis – Offline, Mobile und Online: 30 Prozent der Umsätze des deutschen Einzelhandels werden durch die Nutzung digitaler Technologien beeinflusst.

Mythos 3: Die Digitalisierung erfordert ein Umdenken hin zum Absatz über Internet und Smartphone

Die Digitalisierung erfordert auch ein Umdenken bezüglich des Einkaufserlebnisses im Geschäft: 44 Prozent aller Konsumenten beabsichtigen zum Beispiel die Nutzung einer elektronischen Geldbörse (Mobile Wallet).

Mythos 4: Die Digitalisierung verwandelt Geschäfte in Ausstellungsräume für Online-Kunden

Die Digitalisierung bietet Chancen zur Steigerung der Konversionsrate im Geschäft: Vier von fünf Kunden entscheiden sich für den Kauf eines Produktes, wenn sie während ihres Einkaufs ein digitales Gerät verwenden.

Mythos 5: Die Social Media verringern die Bereitschaft des Konsumenten, im Geschäft Geld auszugeben

Social Media Nutzer geben mehr Geld im Geschäft aus: Konsumenten, die während des Einkaufsprozesses soziale Medien nutzen, geben mit einer 3,5-fach höheren Wahrscheinlichkeit mehr Geld aus.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Mobile Marketing, Digitalisierung, Online-Marketing

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