14.12.2011 | Online-Marketing

Forscher entwickeln Methode zur Berechnung von Werbewirksamkeit in Social Media

Bislang schien es unmöglich, den Einfluss von Werbekampagnen in Social Media auf den Umsatz auch nur annähernd zu berechnen. Forscher der japanischen Tottori University haben nun eine Theorie erarbeitet, mit der Mundpropaganda und Empfehlungsrituale im Internet bewertet werden können.

Die beiden Forscher bedienten sich dabei einer statistischen Methode zur Modellage des menschlichen Verhaltens. Mithilfe der daraus gewonnen Formeln soll es möglich sein, die Anzahl der Personen vorauszusagen, die auf Werbemaßnahmen reagieren werden. Bei der Methode werden einzelne Personen in Form von Atomen dargestellt, die über drei verschiedene Kräfte – Werbung, Mundpropaganda und Gerüchte -  miteinander agieren. Die erste Kraft, definiert als Grundkraft, wirkt dabei als Magnetfeld, die zweite stellt die Interaktion zwischen zwei Körpern dar und die dritte die Interaktion zwischen den drei Kräften. Werden diese Kräfte quasi „aufeinander losgelassen“, können entsprechende Schlussfolgerungen gezogen werden.

Zur Überprüfung ihrer Theorie, verwendeten Akira Ishii und seine Kollegen reale Daten einer Kunstausstellung in einem kleinen japanischen Ort. Dazu wurden die täglichen Werbeausgaben durch das lokale Touristenbüro sowie die Besucherzahl pro Tag und die Anzahl der Blog-Postings und Social-Media-Aktivitäten erfasst. Wie sich herausstellte, konnten auf diese Weise die Besucherzahlen erstaunlich genau vorhergesagt werden. (sas)

Aktuell

Meistgelesen