Immer häufiger in der Öffentlichkeit genutzt: die Sprachsuche. Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Sprachsuche – Voice Search – soll einer der SEO-Trends 2018 werden. Sie funktioniert nicht nur immer besser, sondern wird auch immer mehr genutzt. Warum ein kleines Detail die Beliebtheit der Sprachsuche auf ein neues Level heben wird und das trotzdem nicht zum Durchbruch helfen könnte, verrät eine neue Studie von Stonetemple.

Vor nicht allzu langer Zeit galt die Sprachsuche als nettes, aber fehleranfälliges Gimmick. Unter anderem diverse Sketche aus US-Serien zu fehlerhaften Anrufen durch die Sprachsteuerung haben dafür gesorgt, dass der Ruf der Sprachsuche und Sprachassistenten schlecht ist.

Doch die Technologie hat sich gewandelt. Die Sprachassistenten sind ein effektiver Weg, Informationen zu finden und zu verwalten. Trotzdem ist die Verbreitung der Sprachsuche noch im niedrigen Prozentbereich. Gerade in Deutschland ist die Adaption der neuen Technologie wieder einmal rückständig.

Wo wird die Sprachsuche genutzt?

Studien aus den vergangenen Jahren zur Nutzung der Sprachsuche haben ein eindeutiges Bild gezeichnet. Zwar stieg die Verwendungsrate kontinuierlich an, die Nutzungsumgebung blieb aber weitestgehend gleich. Die Sprachsuche fand vor allem Anwendung, wenn der Nutzer alleine war. Die mit Abstand häufigste Suchumgebung waren die eigenen vier Wände – und das auch nur, wenn gerade niemand anderes Zuhause war. Lediglich der Arbeitsplatz konnte hier noch mithalten, solange man auch hier ungestört war. Doch genau das beginnt sich nun zu ändern.

Die neue Studie von Stonetemple kommt nun einem Wandel auf die Spur. Zwar folgt das Hierarchieverhältnis dem oben geschilderten Typus, verkehrt sich aber langsam in eine viel breiter aufgestellte Nutzung. Ob im Fitnessstudio, im Restaurant, im Theater bzw. Kino oder gar auf der Toilette: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Verwendungsrate an all diesen Orten zulegen. In der Regel hat sich die Nutzung hier gar verdoppelt.

Der Ruf im Wandel

War die Sprachsuche in der Vergangenheit noch etwas, wofür man sich verstecken musste und sie  vor allem unbeobachtet verwendet hat, kommen Sprachassistenten nun auch in der Öffentlichkeit immer mehr zum Zuge. Das negative Image der Sprachsuche scheint sich zu verändern und die Vorteile sich immer weiter zu behaupten.

Also ist alles bereit für den großen Durchbruch der Sprachsuche? Nicht ganz. Denn die Verwendungsrate steigt nicht in allen Kategorien an. Gerade bei dem Spitzenreiter, der Nutzung Zuhause, sinkt die Quote. War sie 2017 noch bei über 60 Prozent, ist sie es nun nicht mehr.

Auch muss konstatiert werden, dass die Nutzung in der Öffentlichkeit sich immer noch im niedrigen Bereich befindet. Man kann bei einer Verwendungsrate zwischen 20 und 30 Prozent unter Smartphonebesitzern noch nicht von einem Massenphänomen sprechen.

Warum die Sprachsuche beliebt ist – und warum nicht

Die Sprachsuche ist also noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch auf die Frage nach dem Warum weiß die Studie einige Antworten. So stimmen 45 Prozent der Studie der Aussage zu, dass es sie aufregt, wenn sie jemanden hören, der über sein Smartphone Sprachbefehle nutzt. Lediglich jeder Vierte widerspricht dieser Behauptung. Noch liegt also ein weiter Weg vor uns, bis Sprachbefehle etwas Alltägliches und Akzeptiertes werden können.

Das Potenzial ist laut der Studie absolut vorhanden. Denn zwei von drei Smartphone-Nutzern geben an, dass Sprachassistenten die Benutzung des Smartphones einfacher machen. Konkret zur Sprachsuche äußerte sich ebenfalls die Mehrheit positiv. So ist die Sprachsuche vor allem deswegen beliebt, weil sie schnell ist und keinerlei Tippen benötigt.

Der erste Schritt ist also gemacht, die Sprachsuche beginnt, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Allerdings geht das nicht so schnell, wie es gerne im Online-Marketing dargestellt wird. Und so wird dieser Trend noch ein paar Jahre zu kämpfen haben, bis er sich durchgesetzt hat, gerade auch in Deutschland. Aber eins ist sicher: Die Zukunft liegt bei der Sprachsuche.

Schlagworte zum Thema:  Search Engine Marketing, Smartphone, Search Engine Optimization

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