18.04.2016 | Eye-Tracking-Studie

Nutzer haben Google immer mehr im Blut

Was Google-Anzeigen sind, scheinen Nutzer ganz genau zu wissen.
Bild: Usability.de

Zwar sind Google-Anzeigen seit einiger Zeit gekennzeichnet, aber reicht das, damit Google-Nutzer den Unterschied zwischen organischen und bezahlten Ergebnissen verstehen? Dieser Frage geht eine neue Eye-Tracking-Studie von Usability.de nach. Das Ergebnis: Suchende bei Google wissen meist sehr genau, was sie tun und sind regelrechte Google-Experten.

Allein der deutsche Suchmaschinenmarketing-Kanal ist ein Millionen-Markt – ganz egal, ob es dabei um bezahlte Anzeigen oder organische Suchergebnisse geht. Die meisten Unternehmen sind sich mittlerweile bewusst, dass eine gute Platzierung bei Google über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Welcher Kanal effektiver ist, hängt dabei entscheidend davon ab, wie die bezahlten Anzeigen wahr genommen und angeklickt werden.

Hier spielen Eye-Tracking-Studien ihre Stärken aus, die eindeutig enthüllen, auf was das Auge achtet. In der neuen Eye-Tracking-Studie „Adwords Uncovered“ wurden 30 Probanden verschiedene Suchaufträge bei Google erteilt. Einerseits wurden Suchanfragen mit Kaufintention gewählt, andererseits ging es um Wissensfragen.

SEA unterliegt SEO

Die Ergebnisse offenbaren: 22 von 30 Testpersonen sind sich völlig im Klaren darüber, dass die ersten Ergebnisse bei Google bezahlte Werbung sind. Ihre Einstellung gegenüber diesen Anzeigen ist größtenteils negativ bis gleichgültig. Das Eye-Tracking offenbart: Anzeigen werden oft buchstäblich kaum eines Blickes gewürdigt. Und wenn, dann ist vor allem der erste bezahlte Treffer relevant. Bei brandbezogenen Suchanfragen schneiden Anzeigen übrigens am besten ab.

In nur 14 Prozent der Fälle fiel der erste Klick auf eine Anzeige, 70 Prozent bevorzugen die organischen Ergebnisse. Interessant: Oft wird die URL eines Suchtreffers größere Beachtung geschenkt als der eigentliche Titel. Ein gewohntes Bild ist aber, dass die Ergebnisse gen Seitenende kaum Beachtung finden – das gilt sowohl für organische Treffer, als auch für bezahlte Suchanzeigen.

Ist SEO damit immer die bessere Wahl als SEA? Das kann auch die Studie nicht beantworten. Fest steht: Bezahlte Google-Werbung ist berechenbarer als Suchmaschinenoptimierung. SEO kann aber mehr Klicks generieren – wenn man es auf eine der ersten Positionen bei Google schafft.

Mehr Informationen gibt es in der kostenlosen Studie von Usability.de

 

Weiterlesen

Was ist Suchmaschinenoptimierung? [Erklärvideo]

SEO: Optimierung bestehender Inhalte [Infografik]

15 Adwords-Fakten zum Geburtstag [Infografik]

Schlagworte zum Thema:  Google Adwords, Suchmaschinenoptimierung

Aktuell

Meistgelesen