17.04.2013 | Umfrage

Experten rechnen mit Konsolidierung im E-Commerce, Händler bleiben gelassen

Online-Händler glauben auch weiterhin an gut gefüllte Warenkörbe.
Bild: elektraVision AG

Uneinig sind sich E-Commerce-Experten und Händler über die aktuelle Lage ihrer Branche. Während die Experten mit einer starken Markt-Konsolidierung rechnen, geht mehr als die Hälfte der Online-Händler davon aus, dass alles beim Alten bleibt. So das Ergebnis einer Umfrage von Become Europe.

54 Prozent der vom Preisvergleichsanbieter Become Europe befragten deutschen Online-Händler gehen fest davon aus, dass sich an ihrem Wettbewerbsumfeld kaum etwas ändern wird. Dem gegenüber stehen 38 Prozent der E-Commerce-Experten, die eine konträre Meinung vertreten. Gefragt wurde nach den Herausforderungen des Jahres 2013, der Entwicklung der Wettbewerbssituation und den Auswirkungen des nun kostenpflichtigen Google Shopping auf die Online-Marketing-Strategie.

Wer hat Recht? Immerhin 82 Prozent der Händler wähnen sich in einer sicheren Lage und glauben, dem Wettbewerbsdruck gewachsen zu sein. Dementsprechend gehen nur knapp sieben Prozent der Shopbetreiber von einer Bereinigung des Wettbewerbsumfelds aus. Im Gegenteil: Mehr als ein Drittel (38 Prozent) rechnet damit, dass sich das Feld der Wettbewerber sogar noch vergrößern wird.

Für mehr als acht von zehn Online-Händlern ist Google Shopping ein zentrales Instrument zur Kundengewinnung. Daran ändert sich auch nach Einführung der Kostenpflicht zu Beginn des Jahres nichts. Weit mehr als die Hälfte der Befragten (65 Prozent) werden das Marketing-Budget umverteilen, um Google Shopping auch weiterhin nutzen zu können. Immerhin 34 Prozent wollen ihre Budgets erhöhen, aber nur jeder Zehnte wird künftig auf die Werbemöglichkeit ganz verzichten. Zu den Neuerungen gehört außerdem die Änderung der Richtlinien. So werden höhere Ansprüche an den Produktdatenfeed gestellt. Die Reaktion der Händler ist den Studienergebnissen zufolge noch unentschlossen: Etwa zu gleichen Teilen sollen Budgets für die Feed-Optimierung ausgegeben werden - oder eben nicht.

Um dem Druck der Wettbewerber gewachsen zu sein, wollen sich gut zwei Drittel um die Optimierung ihres Kerngeschäfts kümmern, 62 Prozent den Kundenservice verbessern, 41 Prozent zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten anbieten und 32,2 Prozent auf den Einsatz neuer Technologien wie Rich Media setzen.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel, Versandhandel, Online-Marketing

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