13.11.2013 | Marketing

Erfolgsmessung nicht nur im Social-Media-Marketing ein Problem

Auch wenn sie den Erfolg oft nicht beweisen können, setzen Marketer verstärkt auf Social Media.
Bild: Michael Bamberger

Obwohl die meisten amerikanischen CMOs die positiven Effekte von Social Media nicht quantitativ belegen können, wollen sie dennoch mehr Geld dafür bereitstellen. Dies geht aus einer Umfrage der Duke Fuqua Business School hervor.

Nur 15 Prozent von 410 befragten CMOs gaben an, quantitative Effekte auf Social-Media-Marketing-Ausgaben zu verzeichnen. Weitere 36 Prozent antworteten, dass sie zwar ein gutes Gefühl hinsichtlich der qualitativen Auswirkungen hätten, dieses aber nicht quantitativ belegen könnten. Mit 49 Prozent war fast die Hälfte der befragten Top-Entscheider nicht in der Lage zu zeigen, dass Social-Media-Aktivitäten im Rahmen ihrer Marketing-Strategie einen Unterschied für die Geschäftsentwicklung machen. Dennoch wollen die CMOs den Anteil ihrer Ausgaben für Social Media in den kommenden fünf Jahren von 6,6 Prozent auf 15,8 Prozent steigern.

Doch das Problem betrifft nicht nur diesen Kanal: Insgesamt bleibt es für CMOs schwierig, den Effekt ihrer Marketingausgaben zu beziffern. Laut Umfrage gelingt es nur einem Drittel der befragten Marketer, die Auswirkungen ihrer Ausgaben und Maßnahmen in Zahlen zu fassen. "Es verwundert daher nicht, dass 66 Prozent der CMOs von ihren CEOs und Vorständen mehr Druck bekommen, um den Mehrwert ihrer Aktivitäten unter Beweis zustellen. Zwei Drittel von ihnen berichten, dass die Anforderungen an sie steigen", erklärt Christine Moorman, Professorin an der Duke Fuqua Business School und Leiterin der Umfrage.

Dementsprechend planen die befragten CMOs, das Budget für Marketinganalysen im Rahmen von Big Data von 5,5 Prozent auf 8,7 Prozent innerhalb der kommenden drei Jahre zu erhöhen. Dabei stellt die Auswertung und Nutzung großer Datenmengen eine Herausforderung dar. Laut Umfrage ist der Anteil der gemeldeten Marketinganalyse-Projekte von 35 Prozent im Vorjahr auf derzeit 29 Prozent gesunken.

Die befragten CMOs wollen auch ihre Bemühungen beim Erfassen des Onlineverhaltens ihrer Kunden intensivieren. Rund 60 Prozent von ihnen erfassten bereits entsprechendes Datenmaterial für Targeting-Zwecke. Von 88,5 Prozent der Entscheider wird erwartet, dass sie ihre Big-Data-Aktivitäten im Laufe der Zeit verstärken.

Schlagworte zum Thema:  Big Data, Social Media, Online-Marketing, Marketing

Aktuell

Meistgelesen