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Positive Bewertungen führen zu mehr Umsatz

Positive Bewertungen sind gut für den Umsatz.
Bild: Marko Greitschus ⁄

Produkte mit positiven Bewertungen verkaufen sich besser. Klar. Doch zu gut dürfen diese auch nicht sein, sonst werden die Kunden argwöhnisch. Dies belegt eine Studie.

Ziel der Studie von Big Social Media, Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH) und dem Lehrstuhl für Internationale BWL und E-Commerce der HTW Aalen war es, in Zahlen zu belegen, wie stark Produktbewertungen eine Kaufentscheidung beeinflussen.

Mit markanten Ergebnissen: So verkaufen sich Produkte mit einem positiven Rating doppelt so gut wie Produkte ohne Rating und positive Bewertungen führen zu einem durchschnittlichen Umsatzanstieg von 30 Prozent. Ebenso wichtig wie die Qualität ist aber auch die Quantität der Bewertungen: Ein Produkt mit mehr als 50 Bewertungen wird um 63 Prozent häufiger verkauft.

Zu gute Bewertungen sind auch schlecht

Ein Kaufhinderungsgrund sind für viele Verbraucher jedoch allzu positive Äußerungen. So verkaufen sich Produkte mit 4,5 Sternen drei Mal besser als solche mit 5 Sternen. Grund: 30 Prozent der potenziellen Käufer gehen davon aus, dass es sich um gefälschte Bewertungen handeln muss, wenn kein einziger Kunde etwas auszusetzen hatte. 68 Prozent glauben Bewertungen deshalb eher, wenn sie neben den positiven auch ein paar negative Beurteilungen lesen.

Die Anzahl positiver Bewertungen können Händler durchaus beeinflussen ohne gefälschte Kommentare zu veröffentlichen. Optimierte Produktbeschreibungen und -titel und Informationen über Lieferzeiten und -engpässe reichen bereits aus, um die Käufer zufriedener zu stimmen. Außerdem raten die Studienautoren Händlern dringend dazu, auf Bewertungen zu reagieren und hilfreich Bezug zu nehmen. Die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht sich dann nämlich um bis zu 186 Prozent.

Zusätzlich belegt die Studie weitere, zum Teil bekannte, Fakten: 72 Prozent vertrauen den Bewertungen einer Online-Community, wobei lediglich die Meinungen von Freunden und Bekannten einen noch höheren Stellenwert genießen. 75 Prozent befragen das Internet auch dann, wenn sie ein Produkt im Ladengeschäft kaufen, und 40 Prozent recherchieren vor Ort mit Smartphone.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, E-Commerce, Versandhandel

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