10.01.2012 | Online-Marketing

Einflusslose Papiertiger: Datenschützer kämpfen mit Negativ-Image

Das Image von Datenschutzbeauftragten schwächelt: Nach einer Studie des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten werden die Datenschützer von vielen als „zahnlose Tiger“ wahrgenommen.

Obwohl die Mehrheit der Befragten dem Thema Datenschutz eine hohe Bedeutung zuschreibt, sehen immerhin 20 Prozent der Teilnehmer Datenschutzbeauftragte als (eher) nicht wichtig an. Knapp 40 Prozent finden, dass der Datenschutzbeauftragte in ihrem Unternehmen nur wenig oder gar keinen Einfluss ausübt und rund die Hälfte der Befragten meint, dass er keine positiven Veränderungen bewirkt. Die Datenschützer selbst sehen dies anders: 70 Prozent denken, dass sie in ihrer Organisation positive Veränderungen vornehmen. Die Diskrepanz zwischen dem Selbst- und Fremdbild wertet der Berufsverband als Kommunikationsproblem.

Was die Ausbildung angeht, sind sich Datenschützer und Nicht-Datenschützer einig: Die Datenschutzbeauftragten sind zu gering qualifiziert. Die Mehrheit wünscht sich eine spezifische Ausbildung oder sogar ein Aufbaustudium für Datenschützer, damit diese ihren Aufgaben gerecht werden. Mit den größten Baustellen im Datenschutz im Kundendialog beschäftigt sich Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz, im Gespräch mit acquisa. (tb)

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