25.08.2014 | E-Mail-Marketing

Immer mehr E-Mails, immer weniger Leser

Die meisten E-Mails werden mobil geöffnet - wenn man nicht gleich nur Social Media nutzt.
Bild: Michael Bamberger

Die Anzahl der E-Mails in den Postfächern der US-Amerikaner ist innerhalb eines Jahres um neun Prozent gewachsen, die Klicks dagegen haben sich um 14 Prozent reduziert. Mit anderen Worten: Weniger Menschen öffnen Newsletter und Werbe-E-Mails. Das legt zumindest eine Untersuchung für den US-Markt nahe.

Der "Email Marketing Compass" des Dienstleisters Yesmail aus den USA zeigt: Unternehmen verschicken immer mehr E-Mails, die aber immer weniger Menschen erreichen. Glaubt man der Untersuchung, sinken die Öffnungsraten signifikant, weil es immer mehr Empfänger gibt, die E-Mails ungeöffnet löschen.

Laut Yesmail sind die Empfänger mit der schieren Masse an Newslettern und Werbe-E-Mails schlicht überfordert. Einen Anlass zur Hoffnung gibt es aber: Diejenigen, die E-Mails öffnen, tun dies in wachsendem Maße. Und sie öffnen die E-Mails nicht nur, sondern klicken auch auf die Inhalte. Allerdings bedeutet das, dass die Gruppe der aktiven Nutzer kleiner wird, Unternehmen erreichen weniger Menschen als noch vor Jahresfrist.

Content muss relevant sein

Die Zahlen legen für Yesmail den Schluss nahe, dass Empfänger immer wählerischer werden, welche E-Mails sie lesen und welche ungeöffnet im Papierkorb landen. Was nicht schon im Betreff die Bedürfnisse der Kunden trifft, hat keine Chance. Deshalb lautet die Empfehlung des Unternehmens logischerweise: testen, testen, testen. Und weil das E-Mail-Aufkommen in der bevorstehenden Weihnachtszeit noch einmal um etwa 30 Prozent ansteigen wird, sollten Unternehmen damit baldmöglichst beginnen. Sie sollten sich dabei auf folgende Punkte konzentrieren:

  • Betreffzeilen
  • Ideale Zeit für den Versand (analysieren, um wie viel Uhr und an welchem Tag die E-Mails am meisten geöffnet und gelesen werden)
  • Testen, ob ein kurzer Teaser vor der Headline die Nutzer verstärkt in den Newsletter/ die E-Mail zieht

Im Kern gilt: Je mehr Daten, desto besser, je individueller, desto besser. 

E-Mail heißt heute Mobile

In den USA werden fast zwei Drittel aller E-Mails mobil geöffnet, Mobile macht aber nur 35 Prozent aller E-Mail-Klicks aus. Mit einer Click-to-open-Rate von 9,3 Prozent liegen Smartphones bei der Performance deutlich hinter Desktop-PC mit einer Click-to-open-Rate von 22,6 Prozent. Das heißt: Die Conversion, also den Empfänger zum Klick zu bewegen, ist die größte Herausforderung im mobilen E-Mail-Marketing. Insofern kommt dem Design eine besonders wichtige Rolle zu: Newsletter, die nicht für das jeweilige mobile Endgerät designed sind, bringen nichts. Entsprechend haben Kampagnen, die auf Responsive Design basieren, mehr Erfolg. Die Mühe lohnt sich. 

Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Mobile Marketing, E-Mail

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