04.07.2013 | E-Commerce

Zu viele Abbrüche auf den Bezahlseiten

Viele Onlinekunden beenden ihre Kaufvorgänge nicht.
Bild: Michael Bamberger

Trotz des ungebrochenen Erfolgs des E-Commerce gibt es Optimierungsbedarf. Ein Problem, mit dem sich viele Händler rumschlagen: Knapp die Hälfte aller Käufe werden auf den Bezahlseiten abgebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Payment-Anbieters Sage Pay.

Noch immer tracken nicht alle Online-Händler den Customer Journey. Diejenigen, die dies tun, erkennen ein wiederkehrendes Problem: 46 Prozent der Einkäufe in Online-Shops werden auf den Bezahlseiten abgebrochen. Den Händlern entgeht dadurch eine Menge Umsatz, wenn auch die meisten diesen nicht genau beziffern können. Wo genau die Online-Shopper während des Bezahlprozesses abspringen, weiß die Mehrheit ebenfalls nicht.

Gefragt wurde schließlich auch danach, anhand welcher Maßnahmen Umsätze beziehungsweise die Konversionsrate gesteigert werden soll. 28 Prozent haben demnach positive Erfahrungen mit Anzeigen gemacht und setzen diese deshalb auch regelmäßig ein. Ebenfalls mehr als die Hälfte setzt auf Social Media (54 Prozent) sowie E-Mail-Marketing und Newsletter (52 Prozent). 34 Prozent versucht es mit Bannerwerbung und lediglich 15 Prozent mit Google Adwords. Interessant: Unter denjenigen, die Social-Media-Marketing betreiben, finden sich erstaunlich viele Top-Performer, alle anderen fangen immerhin an, die Vorzüge und Möglichkeiten der sozialen Netzwerke zu entdecken.

Das Thema Mobile nehmen die Händler ernst. 45 Prozent haben ihre Shops inzwischen für tragbare Geräte optimiert. Ein Viertel generiert zwischen 20 und 40 Prozent der Umsätze über den mobilen Kanal. Hierin und in der internationalen Expansion sehen die meisten (93 Prozent) ein großes bis sehr großes Umsatzpotenzial. Mit der Logistik tun sich viele allerdings schwer (58 Prozent) Außerdem fürchten sie Kommunikationsschwierigkeiten (54 Prozent) und Rechtsunsicherheiten (51 Prozent).

Ein weiteres Problem, mit dem sich viele Händler rumschlagen, ist der Internetbetrug. Mehr als die Hälfte der Befragten wurde in den vergangenen zwölf Monaten Opfer. Sicherheitsmaßnahmen ergreifen dennoch die wenigsten. Weniger als 500 Euro werden im Schnitt pro Jahr investiert und 46 Prozent wissen nicht genau, wie sicher ihre Bezahlvorgänge tatsächlich sind.

Für die Studie "E-Commerce Benchmark Report für Online-Händler" waren 300 Händler aus den Branchen Elektronik, Reise- und Unterhaltungsindustrie sowie aus dem Lebensmittel und Modehandel von Tüv Saar Netresearch im Auftrag von Sage Pay befragt worden.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Mobile Marketing, Payment, Versandhandel, E-Commerce

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