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Typologie der Always-On-Kunden

Always-On-Kunden nutzen mehrere Endgeräte mehrmals täglich.
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48 Prozent aller Verbraucher sind sogenannte Always-On-Kunden. Sie nutzen drei vernetzte Endgeräte, sind mehrmals am Tag online, und zwar an mindestens drei unterschiedlichen Orten. Und sie sind besonders E-Commerce-affin, wie eine neue Studie zeigt.

Die Always-on-Kunden sind eine besonders attraktive Zielgruppe: 51 Prozent von ihnen haben einen akademischen Abschluss, 80 Prozent haben ein Haushaltseinkommen von über 40.000 US-Dollar. Zumindest in den USA, wie eine neue Studie im Auftrag der Unternehmensberatung Vivaldi Partners Group zeigt. zum vergleich: der Anteil der Akademiker an der Gesamtbevölkerung liegt bei 36 Prozent, die Zahl der Haushalte mit einem Einkommen von mindestens 40.000 Dollar liegt bei 66 Prozent.

Typologie der Always-On-Kunden

Die Studie identifiziert fünf unterschiedliche Typen der Always-On-Kunden: Die Gruppe der "Social Bumblebees (Hummeln" umfasst 22 Prozent, die "Mindful Explorers" liegen bei 27 Prozent, die "Deal Hunters" sind mit 13 Prozent die kleinste Gruppe. Die "Focused Problem Solvers" umfassen 18 Prozent und jeder Fünfte gehört zu den "Ad Blockers".

1. Social Bumblebees: Sie sind extrovertiert, sehr engagiert in Social Networks, teilen Inhalte von Marken und anderen Content, kaufen spontan im Netz ein, und das drei bis vier Mal in der Woche.

2. Mindful Explorers: Sie testen neue Marken und Produkte als erste, kaufen nur, was sie benötigen, sind loyale Markenbotschafter, kaufen einmal im Monat online ein.

3. Deal Hunters: Sie sind die Schnäppchenjäger, sehr an Sonderangeboten und Rabatten interessiert, hören im Social Web eher zu, als aktiv zu werden. Kaufen einmal in der Woche online ein.

4. Focused Problem Solvers: Hängen an bekannten, erprobten Marken, stehen eher auf E-Mails als auf Social Media, kaufen lieber im stationären Handel, machen dennoch einen Online-Einkauf alle drei Wochen.

5. Ad Blockers: Sie übersehen Content und Werbebanner von Marken konsequent, nutzen Social Networks intensiv, aber nur mit einem kleinen Kreis. Für sie ist das Internet vor allem ein Weg, bestehende Kontakte intensiv zu pflegen. Zwei bis drei Online-Käufe im Jahr.

Was heißt das für Marketing und Kundenansprache?

Unternehmen sollten die Customer Journey sehr genau tracken, vor allem die mobile. Ortsbezogene Daten, Daten aus den Social Media, kontextbezogene Daten – all das muss zusammengeführt und intelligent analysiert werden, um zu verstehen, was der Kunde wirklich will. Ebenso wichtig ist ein intensives Social-media-Monitoring, um zu erfahren, was und wie über die Marke gesprochen wird. Und Echzeit-Analyse von Daten zum Konsum in bestimmten Situationen ist unabdingbar, etwa: "Wann kauft wer wie viel Bier einer bestimmten Marke – und wo?".

Weiter gilt es für Unternehmen, Kundenverhalten aktiv zu beeinflussen und zum Problemlöser bei konkreten Anliegen der Kunden zu werden. Nicht Produkte, sondern Problemlösung stehen im Mittelpunkt der Kommunikation. 





Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kunde, Marke, Social Media, Big Data, Customer Journey

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