11.03.2015 | E-Commerce

10 Tipps zur Auswahl des richtigen PIM-Systems

Eine einheitliche Datenbasis ist wichtig.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Einführung eines PIM-Systems im E-Commerce ist ein strategisches Projekt, das eine einheitliche und zentrale Basis für alle Produktinformationen zum Ziel hat. Oliver Frömmer, Vertriebsleiter der Sdzecom sowie Experte für Product Information Management bei United E-Commerce, gibt Tipps, worauf man bei der Auswahl eines PIM-Systems achten sollte.

Tipp 1: Grundsätzliches

Legen Sie gleich zu Beginn fest, welche Anforderungen das PIM-System im Sinne Ihrer Unternehmensstrategie und Ihrer Marketingstrategie erfüllen muss. Holen Sie dazu alle Beteiligten mit ins Boot und scheuen sie sich auch nicht, externe Berater zu konsultieren.

Tipp 2: Denken Sie in Anwendungsfällen

Lassen Sie sich das System unbedingt in einem Testlauf vorführen. Definieren Sie dazu mehrere für Ihr Unternehmen relevante Use Cases und lassen Sie sich diese anhand eigener Produktinformationen und Mediadateien vorführen.

Tipp 3: Nutzen statt Features

Lassen Sie sich nicht von einer Fülle von Funktionen blenden. Nicht alles was möglich ist, muss für Ihren Bedarf auch nötig sein. Spezifische Werkzeuge z.B. für Datenmapping, Marketingplanung oder Publishing sind sicherlich nützlich, wenn Sie entsprechende, immer wiederkehrende Aufgabenstellungen haben. Falls nicht, sind sie nicht nur überflüssig, sondern verhindern unter Umständen sogar die Vergleichbarkeit bei der Systemauswahl.

Tipp 4: Datenpflege

Achten Sie darauf, dass die Datenhaltung und Datenpflege medienneutral und so granular wie nötig erfolgt. So stellen Sie sicher, dass Ihre Produktinformationen jederzeit schnell und passgenau für den jeweiligen Anwendungsfall auffindbar sind.

Tipp 5: Lizenz vs. Open Source

Neben den etablierten Anbietern von lizenzpflichtigen PIM-Systemen gibt es auch zahlreiche Open Source-Systeme am Markt, die einen Vergleich nicht scheuen müssen. Ein genauerer Blick lohnt sich also.

Tipp 6: Passende Partner

Suchen Sie einen Anbieter, der wirklich zu Ihnen passt. Die Einführung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen und erfordert eine enge Zusammenarbeit, soll sie ressourcenschonend und mit schneller Produktivsetzung erfolgen. Dazu müssen Sie auf Augenhöhe mit dem Softwareanbieter kommunizieren können. Ein kleiner Mittelständler und ein Softwarekonzern bilden häufig kein Dreamteam. Hilfreich sind hier oftmals Dienstleister, die sich auf die Implementierung von PIM-Systemen spezialisiert haben. Profitieren Sie von deren Projekterfahrung und dem eher lösungs- und serviceorientierten Vorgehen.

Tipp 7: Einführung I

Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, den die Integration eines PIM-Systems mit sich bringt. Denken Sie hier auf jeden Fall in Teilprojekten. Iterative Vorgehensweisen im Projekt sind stark im Kommen. Vorteil sind schnelle Ergebnisse in den einzelnen Phasen, auf die immer wieder aufgebaut werden kann.

Tipp 8: Einführung II

Die Einführung verändert nachhaltig Prozesse, Aufgabenspektren und Verantwortlichkeiten in Ihrem Unternehmen. Dies kann zu Meinungsverschiedenheiten einzelner Abteilungen oder in der Projektgruppe führen. PIM-Projekte benötigen daher die Unterstützung der Führungsebene, damit in solchen Fällen die Unternehmensziele im Fokus bleiben und gegebenenfalls auch unbequeme Entscheidungen gefällt werden können.

Tipp 9: Führendes System

Machen Sie sich von dem traditionellen Gedanken frei, dass das ERP das führende System sein muss. Das mag noch für die Artikelanlage (etwa bei Artikelnummer und Preisdaten) gelten. Die Datenanreicherung kann aber im PIM selbst erfolgen, bzw. wird für jeden Prozess und jede Information das führende System am besten einzeln definiert.

Tipp 10: Online und Offline

PIM-Systeme managen Ihre Produktinformationen und stellen sie für unterschiedlichste Aufgaben und Kanäle online wie offline bereit. Um die Synergieeffekte weiter zu steigern, verschränken Sie Online- und Offline-Kanäle miteinander. Möglichkeiten sind etwa QR-Codes, persönliche URLs in Printmailings oder sogar vom PIM bediente Displays am POS.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Online-Marketing, Database

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