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So senken Sie die Absprungrate im Warenkorb

Jeder (unnötige) Klick ist für den Kunden einer zu viel auf dem Weg zum Kauf.
Bild: Michael Bamberger

Selbst im Warenkorbprozess springen noch viele Onlineshopper ab. Der Online-Marketing-Experte Oliver Podzun von Usability Hoch 3 gibt neun Tipps, wie sich die Abbruchquote im Warenkorb senken lässt.

1. Erlauben Sie Bestellungen ohne Anmeldung

Weit über 30 Prozent der Besucher eines Onlineshops brechen den Kaufvorgang ab, wenn sie sich im Bestellprozess registrieren müssen. Sollte eine Registrierung nicht zwingend notwendig sein, sind Shopbetreiber deshalb gut beraten, wenn sie an dieser Stelle kundenfreundlich argumentieren, zum Beispiel mit "Jetzt anmeldefrei bestellen" und dieses Versprechen im Prozess auch einlösen.

2. Länderspezifische Kaufgewohnheiten berücksichtigen

Ein Checkout-Prozess kann aus mehreren Schritten bestehen oder alle Eingabefelder auf einer Seite präsentieren (One Page Checkout). Was die bessere Variante ist, lässt sich nur selten pauschal beantworten, Häufig geben Produktart, Preis und auch regionale Vorlieben den Ton an. Grundsätzlich gilt: Je weniger, desto besser. Wer sich trotz Ihrer Expertise nicht sicher ist, führt am besten A/B-Tests durch, um den optimalen Checkout-Prozess für jede seiner Verkaufsregionen zu identifizieren. Ebenfalls wichtig: Treten Sie in der jeweiligen Landesprache und mit den lokal akzeptierten bzw. üblichen Bezahlmethoden auf. Achten Sie darauf, dass die lokale Währung nicht nur im Shop angezeigt wird, sondern Ihr Kunde auch in der lokalen Währung abgerechnet wird.

3. Vermitteln Sie Vertrauen

Tun Sie viel für die Sicherheit? Dann zeigen Sie es auch. Security-Badges, SSL-Zertifikate, Datenschutzrichtlinien und Gütesiegel wirken gegen eventuelle Vorbehalte der Kunden bei der Angabe persönlicher Daten.

4. Große, selbsterklärende Buttons mit Handlungsaufforderung

Größe, Farbe und Platzierung der Warenkorb-Buttons haben Einfluss auf die Conversion-Rate. Und statt die Buttons nur mit "Weiter" zu beschriften, sollten diese stets erklären, wohin der Klick führt. Zum Beispiel: "Weiter zur Adresseingabe". Das gibt Ihren Kunden Sicherheit und Kontrolle über den Kaufprozess.

5. Vermeiden Sie überflüssige Eingabefelder

Weniger ist mehr: So sollten Privatkunden beispielsweise nicht durch Eingabefelder zur Firmenadresse oder Steuernummer verwirrt werden. Außerdem sollte die Lieferadresse nur dann angezeigt werden, wenn sie von der Rechnungsadresse abweicht. Fragen Sie nach einer Telefonnummer? Dann fragen Sie sich am besten auch warum. Vermeiden Sie ebenfalls die Abfrage sensibler Daten, wenn Sie diese nicht unbedingt brauchen.

6. Führen Sie eine automatische Eingabeprüfung ein

Anstatt Eingabefehler erst nach dem Drücken des Senden-Buttons anzuzeigen, weisen Sie Ihre Kunden bereits während der Eingabe durch entsprechende Sonderfelder auf eventuelle Fehler hin. Usability-Studien zeigen, dass mit der automatischen Eingabeprüfung (Online Validation) die Erfolgsrate um 22 Prozent gesteigert werden konnte.

7. Kontaktinformationen anbieten

Achten Sie darauf, dass die Telefonnummer des Kundenservices im Checkout- Prozess prominent dargestellt wird. Falls es beim Einkauf oder auf der Webseite ein Problem gibt, weiß der Kunde, an wen er sich wenden kann. Die wenigsten werden dies nutzen. Es schafft aber Vertrauen.

8. Optimieren Sie die Verfügbarkeit und Performance Ihres Webshops

Rund 50 Prozent der Konsumenten erwarten, dass eine Website in zwei Sekunden oder weniger geladen wird. Aus Erfahrungen heraus verlassen ca. 40 Prozent die Seite, wenn der Ladevorgang mehr als drei Sekunden dauert. Dies gilt nicht nur für die Homepage oder einzelne Produktseiten, sondern auch für jeden einzelnen Schritt beim Checkout. Sobald ein Shop nicht verfügbar ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde nicht wiederkommt.

9. Heben Sie die individuellen Vorteile Ihres Onlineshops deutlich hervor

Wenn Sie Ihren Kunden beispielsweise eine längere "Geld-zurück-Garantie" anbieten als gesetzlich vorgeschrieben, dann weisen Sie auch explizit auf diesen kundenfreundlichen Services hin.

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Haufe Online Redaktion

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