18.11.2013 | E-Commerce

So kurbeln Sie Ihr Weihnachtsgeschäft an

So klingelt die digitale Kasse im Weihnachtsgeschäft.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Was Kunden wünschen und was Onlineshops machen können, um ihre Konversionsrate zur Weihnachtszeit zu erhöhen, erklärt die Online-Marketing-Agentur Löwenstark anhand von neun schnell und einfach umsetzbaren Praxistipps.

Keine überfüllten Geschäfte, keine gestressten Verkäufer und häufig günstigere Preise: Weihnachtsshopping via Internet boomt. Doch Kunden, die Weihnachtsgeschenke online kaufen, haben bestimmte Ansprüche an die Onlinehändler. Shopbetreiber sind gut beraten, diese zu berücksichtigen. Denn oft können bereits ein paar einfache Kniffe Online-Bummler begeistern und mehr Erfolg ins Weihnachtsgeschäft bringen.

1. Lieferzeiten klar kommunizieren

In puncto Online-Weihnachtsshopping zählt für die Käufer vor allem eins: die pünktliche Lieferung der Ware. Daher ist es extrem wichtig, die Lieferzeiten so präzise wie möglich zu kommunizieren. Zeigen Sie prominent die Lieferbarkeit der Produkte und benennen Sie die durchschnittliche Lieferzeit. Durch Lagerstandsanzeigen kann der Kaufreiz noch verstärkt werden: Bei Warenknappheit ist der Kunde eher bereit, den Artikel sofort zu kaufen als im Internet nach alternativen Angeboten zu suchen. 

2. Service anbieten

Zur stressigen Weihnachtszeit ist ein guter und zuverlässiger Kundenservice Gold wert. Dazu gehören unter anderem eine kostenlose Hotline – angezeigt im sichtbaren Bereich des Browsers – und ein FAQ-Bereich mit Fragen und Antworten rund um Weihnachts-Bestellungen: Wie hoch sind die Versandgebühren? Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es? Wie und unter welchen Bedingungen ist ein Warenumtausch möglich? 

3. Rückgabemöglichkeiten erweitern

Weihnachtsgeschenke treffen nicht immer den Geschmack des Beschenkten. Wollen Onlinehändler die Verkaufschance ihrer Produkte vor Weihnachten erhöhen, dann sollten sie ihren Kunden eine kostenlose Rücksendung oder einen Umtauschservice anbieten. Wichtig ist, dass die Informationen rund um das Rücktritts- und Umtauschrecht prominent auf der Seite dargestellt werden. Die Frist, innerhalb welcher die Ware zurückgegeben oder umgetauscht werden kann, ist zu nennen. Der Gesetzgeber gibt 14 Tage vor. 30 Tage oder mehr sind aber in der langen Vorweihnachtsphase ein deutlicher Pluspunkt. Im Optimalfall sollten die Shops die Rückgabefrist auf ein oder zwei Wochen nach Weihnachten anpassen.

4. Gutscheine anbieten

Wer keine passende Idee für ein Weihnachtsgeschenk gefunden hat oder auf Nummer sicher gehen will, legt gern einen Gutschein unter den Tannenbaum. Dieser muss mindestens ein Jahr gültig sein – am besten aber drei. Auch hier gilt: Platzieren Sie die Information über die Gültigkeitsdauer und die Einlösungsmöglichkeiten der Gutscheine prominent auf der Seite. Bieten Sie zudem Ihren Kunden eine persönliche Gutscheingestaltung im speziellen Weihnachtsdesign an.

5. Besondere Weihnachtsaktionen und -angebote bereitstellen

Durch attraktive Weihnachtsaktionen und -angebote können Online-Händler unwiderstehliche Kaufanreize setzen. Sich täglich erneuernde Angebote zum Schnäppchenpreis in Form eines Adventskalenders, ein weihnachtliches Gewinnspiel oder praktische Geschenktipps motivieren Kunden zum wiederholten Besuch der Seite. Online-Händler, die Mehrwert für ihre Kunden schaffen und sie gleichzeitig über soziale Netzwerke, Newsletter oder auf der Startseite promoten, können diesen Effekt noch steigern.

6. Weihnachtliches Umfeld schaffen

Auch Onlineshops sollten ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Zu Weihnachten sind die wichtigen Produkte und Auslagen in den Ladengeschäften immer in einem weihnachtlichen Umfeld drapiert. Schaffen Sie für Ihre Produkte zum Beispiel mit speziellen Fotos oder angepassten Texten einen Bezug zu den Festtagen.

7. Den Kunden mit Geschenktipps unterstützen

Typische Situation zu Weihnachten: Der Mann ist geknickt, weil zum Fest wieder nur eine Krawatte auf dem Gabentisch liegt. Schaffen Sie Abhilfe, indem Sie Geschenktipps anbieten oder auf aktuelle Trends verweisen. Sie können auch Bestenlisten anbieten – zum Beispiel die beliebtesten Einkäufe von Männern oder Frauen. Zeigen Sie einfach, dass Sie tolle Lösungen für das typische Geschenkdilemma anbieten.

8. Bezahlmöglichkeiten klar kommunizieren

Wenn es um das Bezahlen geht, versteht der Deutsche keinen Spaß. Onlinehändler sollten bereits vorab alle Zahlungsmöglichkeiten deutlich auflisten. Speziell beim Zwang zur Vorkasse hört die Freundschaft auf. Zwei Drittel der Kunden brechen hier den Bezahlvorgang ab. Wenn Sie als Shopbetreiber auf die Vorkasse angewiesen sind, sollten Sie diese Notwendigkeit frühzeitig benennen und sie gut begründen.

9. Werbung fürs Weihnachtsgeschäft optimieren

Wenn es um das Online-Weihnachtsgeschäft geht, ist nicht nur die Onpage-Optimierung wichtig – der gesamte Marketing-Mix ist entscheidend. Mithilfe von Google-Adwords, Banner-Werbung oder Re-Marketing-Maßnahmen locken Onlineshops mehr Besucher auf ihre Seite und sorgen für eine höhere Konversionsrate. Solche Maßnahmen sind auch kurzfristig umsetzbar.

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, Kundenservice, E-Commerce, Online-Marketing

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