25.06.2014 | E-Commerce

So können Sie die Abbruchrate im Warenkorb senken

Im Internet bleiben viele Warenkörbe stehen.
Bild: Michael Bamberger

Der Warenkorb gehört zu den kritischsten Stellen im Online-Bestellprozess, denn viele Kunden brechen kurz vor dem Ziel doch noch ab. Damit der virtuelle Warenkorb nicht leer stehen gelassen wird und User zu Käufern konvertieren, hat die Online-Marketing-Agentur Löwenstark im Rahmen von Remote-Usability-Tests die fünf wichtigsten Warenkorb-Abbruchgründe ermittelt und Lösungen dafür entwickelt.

1. Bestellung nur als registrierter User möglich

Um das Produkt zu bestellen, muss zuerst ein Kundenkonto angelegt werden. Aber nicht jeder will bei einer Erstbestellung gleich seine kompletten, teilweise sensiblen Daten preisgeben. Die Option der Gastbestellung bietet die Möglichkeit, den Webshop einfach und unkompliziert zu testen und Vertrauen aufzubauen. "Wer möchte, dass sich Kunden anmelden, sollte unbedingt die Vorteile eines persönlichen Kontos, wie zum Beispiel spezielle Rabatte oder Lieferung frei Haus, auf der Website hervorheben", erklärt Marian Wurm, Geschäftsführer und Mitgründer von Löwenstark.

2. Hohe Versandkosten

Es ist ein Fakt: Versandkosten verschrecken den Kunden. Online-Shops, die nicht bereit sind, die Versandkosten für ihre Käufer zumindest teilweise zu übernehmen, laufen Gefahr diese an die Konkurrenz zu verlieren. Auch ein Mindestbestellwert für den kostenfreien Versand erfüllt den Zweck und kann sogar dazu führen, dass der Kunde etwas mehr kauft als geplant, um den Bestellwert zu erreichen. Gut funktionieren zudem zeitbefristete Aktionen, bei denen der Online-Händler zu bestimmten Zeitpunkten seine Ware ohne Zusatzkosten verschickt, wie zum Beispiel beim Saisonwechsel oder zu Weihnachten. Wichtig ist generell, dass die anfallenden Kosten immer ganz am Anfang des Bestellprozesses genannt werden.

3. Fehlende Produktinformationen

Eine große Anzahl an Internetkäufern verlässt den Shop mit einem leeren Warenkorb aufgrund von fehlenden Produktinformationen. Wenn Kunden sich den Warenkorb mit all den Kosten noch einmal ansehen und die verfügbaren Informationen überzeugen sie nicht, brechen viele den Kauf ab. Solche kritischen Informationen sind beispielsweise unpräzise Produktbeschreibungen, fehlende Produkt-Bilder oder ungenaue Angaben zum Liefertermin.

4. Langwieriger oder fehlerhafter Kaufprozess

Geduld ist nicht die Stärke der Internet User und daher führt ein langer und unübersichtlicher Bestellvorgang zu hohen Abbruchsraten. Deshalb gilt: Machen Sie es sich und dem Käufer einfach und reduzieren Sie die Anzahl der Schritte beim Bestellprozess auf das Minimum. Zudem können Bugs auf der Website den Kaufprozess deutlich erschweren. Eine kosteneffiziente Lösung ist der regelmäßige Einsatz von Testkäufern. Das müssen keine professionellen Testkäufer sein – auch Freunde und Bekannte können beim Testen eines Shops helfen.

5. Gewünschte Zahlungsmöglichkeiten nicht vorhanden

User, die ihre bevorzugte Zahlungsart nicht finden, verlassen schnell den Shop. Nicht fehlen dürfen die Zahlung per Rechnung, Kreditkarte, Lastschrifteinzug und über Online-Payment-Anbieter wie Paypal. Hilfreich ist auch die Platzierung von Logos und von kurzen Beschreibungstexten zu jedem Bezahlanbieter, in denen beispielsweise erklärt wird, wie man ein Konto bei Paypal anlegt oder für die Ware zahlt.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kundenbindung, Versandhandel, Online-Marketing, Payment

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