18.03.2015 | E-Commerce

Kundenbewertungen: Lesen ja, schreiben nein

Online-Kunden müssen zum Schreiben erst aufgefordert werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Gelesen werden Kundenbewertungen gerne, geht es aber darum, selber aktiv zu werden, sind viele Konsumenten eher schreibfaul. Händler, die eine Bewertungsfunktion anbieten, sollten ihre Kunden deshalb aktiv auffordern, diese zu nutzen. So das Ergebnis des aktuellen S-Kix.

Jeder zweite Befragte des ECC-Konjunkturindex Shopper (S-Kix) liest demnach häufig oder immer Bewertungen über einen Online-Shop. Drei von vier ziehen bei der Kaufentscheidung häufig oder immer auch Produktbewertungen anderer Kunden zu Rate. Als vertrauensbildende Maßnahme sind positive Kundenbewertungen deshalb hervorragend geeignet.

Allerdings: So gerne die Bewertungen anderer Käufer genutzt werden, so selten sind Shopper selber bereit, loszuschreiben. Nur rund 22 Prozent der Befragten schreiben häufig oder immer eine Bewertung für Shop oder Produkt. Jeder Sechste verfasst grundsätzlich keine Shop-Bewertung, jeder Zehnte keine Produktbewertung.

Dr. Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting am ECC Köln rät Onlinehändlern deshalb, Kunden aktiv dazu aufzufordern, die Bewertungsfunktion zu nutzen, weil Bewertungen erst ab einer kritischen Masse für andere Shopper nützlich seien. Durch die Erinnerung, eine Bewertung zu hinterlassen, könnten Onlinehändler gleichzeitig noch einmal mit Kunden in Kontakt treten und so die Kundenbindung erhöhen.

Der S-Kix basiert auf einer Befragung von rund 1.500 deutschen Online-Shoppern.


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Marketing, Kundenbindung

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