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Gefühl schlägt Verstand beim Kleiderkauf

Weil haptische Einkaufserlebnisse beim Online-Shopping fehlen, legen Frauen Wert auf Emotionen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wenn Frauen im Internet einkaufen, haben Gefühle einen größeren Einfluss auf die Kaufbereitschaft als rationale Aspekte. Dies gilt einer Studie des Marktforschers Yougov zufolge zumindest für den Bereich Mode. Qualität und Preis/Leistung spielen hingegen eine untergeordnete Rolle.

Der Studie "Made by … - Markenperformance von Online-Shops im Wettbewerbsvergleich" zufolge punkten bei weiblichen Käufern vor allem jene Online-Shops, die emotionale Markenerlebnisse bedienen. "Sympathie" und "Weiblichkeit" sind dabei die wichtigsten Aspekte. Laut Yougov gelingt dies den Shops von Esprit, Fashion ID, H&M, Mango und S.Oliver (in alphabetischer Reihenfolge) am besten.

Wenn es um die rationale Kaufentscheidung geht, ist es Käuferinnen wichtig, dass der Fashion-Shop die Mode bietet, die ihnen gefällt und für jeden Anlass das passende Outfit erhältlich ist. Qualität und Preis-Leistungsverhältnis werden hingegen erst an vierter und fünfter Stelle genannt. Hierbei überzeugen dann Amazon, Bonprix und C&A am meisten. Soziale Markenerlebnisse, etwa der Eindruck den Andere vom Webshop haben, spielt ebenfalls kaum eine Rolle.

Die emotionale Ebene sei im E-Commerce deshalb so ausschlaggebend, weil sich die Shops in Sachen Serviceleistungen kaum mehr voneinander unterscheiden, sagt Anja Wenke, Head of Business Unit Consumer, Retail & Media bei Yougov. Wichtig sei ein differenziertes Markenprofil, um bei der großen Konkurrenz im Fashion-Bereich bestehen zu können. Hier punkten Shops wie Amazon, Bonprix, C&A, H&M sowie Otto.

Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Yougov mehr als 2.100 Frauen ab 18 Jahren zu 21 verschiedenen Online-Fashion-Shops  befragt. 

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kundenbindung, Versandhandel, Neuromarketing, Marketing

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