30.09.2014 | Top-Thema Content – Die internationale Lieferkette

Andere Länder – anderer Content

Kapitel
Fehlerhafte Rohdaten, Sprachprobleme, mangendes Agendasetting, unklare Kundensegmentierung und fehlende Feedback-Schleifen: Die fünf Fehlerquellen der Content-Lieferkette.
Bild: Textprovider GmbH

Viele Unternehmen verfolgen eine Internationalisierungsstrategie, bauen neue Märkte und Supply Chain-Management auf, vergessen jedoch die Content-Logistik. Doch nur guter, an das Zielland angepasster Content generiert Neukunden und verspricht hohe Konversionsquoten.

Benchmark-Studien im Content-Bereich decken enorme Unterschiede der einzelnen E-Commerce-Plattformen auf. Erfolgreiche Online-Handelsunternehmen, wie Zalando, haben den Trend bereits erkannt und setzen nicht allein auf einzigartigen Content. Sie investieren in eine allesumfassende Content-Lieferkette in den einzelnen Zielländern.

Die Content-Lieferkette

Die Varianten der Fehlerquellen bei der Verkaufserweiterung auf ein neues Land reichen von Rohdatenfehlern und einfachen Übersetzungsfehlern über kulturelle Unterschiede im Suchverhalten bis zu einer vielfältigeren Ausprägung von Kundensegmenten. Eine zuverlässige Content-Lieferkette inkludiert sämtliche Schritte der Content-Aufbereitung in einem logistischen Prozess, beseitigt durch Feedbackschleifen Fehlerquellen und mit einer durchgängigen Content-Strategie die Zielerreichung: Content, der Kunden schafft. Nur mit einer effizienten Content-Logistik erschließen sowohl Global Player als auch Mittelständler erfolgreich neue Märkte.

Schritt 1: Der Rohstoff – Optimales Sourcing

Wie bei einem Automobilhersteller ist der verwendete Rohstoff mitentscheidend für die spätere Qualität des Produktes. Was für die Produktherstellung wie Elektronik- und Autoteile die seltenen Erden und Metalle sind, sind im Content-Bereich schlicht die Fakten über einen Artikel wie die Gewebeart eines Kleidungsstückes, seine Größe und Schnitt.

Im ersten Schritt einer gut aufgebauten Content-Logistik ist es wichtig, alle Fakten und Rohdaten der Produkte bereitzustellen. Der aus den Rohdaten zusammengestellte Content kann noch so gut sein, wenn die Daten nicht vollständig oder fehlerhaft sind, werden potenzielle Neukunden oder Stammkunden misstrauisch und brechen den Kauf ab.

Aus nationalen Produktvarianten oder Auszeichnungspflichten, beispielsweise bezüglich der Inhaltsstoffe, ergeben sich Fehlerquellen. Der Einsatz von Datenbanken, gemeinsamen Infrastrukturen und des Content-Ownership-Prinzips minimieren Fehler beim Sourcing.

Schlagworte zum Thema:  Content, Online-Shop, Datenbank, E-Commerce, Content Marketing

Aktuell

Meistgelesen