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Big Player dominieren wachsenden Online-Markt

Ein Großteil des Online-Umsatzes entfällt auf wenige dicke Fische.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine aktuelle Studie von EHI und Statista bescheinigt dem deutschen E-Commerce-Markt ein Wachstum um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bemerkenswert dabei: Auch die Marktkonzentration nimmt weiter zu. So erwirtschafteten Amazon und Otto im Jahr 2011 zusammen fast fünf Milliarden Euro.

Insgesamt ist der Markt im vergangenen Jahr auf 25,4 Milliarden Euro gewachsen, wobei die zehn umsatzstärksten Händler nahezu ein Drittel der Marktumsätze generieren (32 Prozent). Die 500 stärksten Händler sind mit 22,2 Milliarden Euro Umsatz nahezu so stark wie der gesamte Markt im Vorjahr. Rund ein Fünftel der Umsätze entfällt allein auf Amazon.de und Otto.de. Bezogen auf Produktsegmente liegen wenig überraschend die Generalisten vorn (Händler, die Produkte in mindestens 5 Segmenten anbieten). Sie erwirtschafteten im Jahr 2011 mit 9,3 Milliarden Euro Umsatz rund 37 Prozent des Gesamtumsatzes.

Weitere Ergebnisse der Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2012": Fast die Hälfte aller befragten Onlineshop-Betreiber positionieren sich zusätzlich mit einem stationären Ladengeschäft am Markt. Weitere Vertriebskanäle sind vor allem Amazon mit 42 Prozent, Ebay mit 25 Prozent und Kataloge mit 24 Prozent. Erstmalig wurden in der Studie auch die mobilen Aktivitäten untersucht: Bereits 21 Prozent der Onlineshops bieten demnach eine Smartphone-optimierte Website oder App mit integrierter Shopfunktion an.

78 Prozent der Onlinehändler verfügen über einen Facebook-Auftritt (Vorjahr: 52 Prozent), gut die Hälfte nutzt Twitter (Vorjahr: 30 Prozent). Einen eigenen Kanal bei Youtube haben laut Studie 46 Prozent der Anbieter. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei elf Prozent.

Wer Bewertungsfunktionen für Usus hält, irrt: Der Anteil der Onlineshops, die darauf setzen, ist 2011 von 34 auf 56 Prozent gestiegen. 78 Prozent der Top-1.000-Shops sind mit einer Verkäuferbewertung in Google Shopping vertreten. Die beliebteste Webanalyse-Lösung bleibt Google Analytics. Das Tool ist bei knapp zwei Dritteln der Shops im Einsatz. Die in den Onlineshops ausgewiesenen Zahlungsverfahren werden mit 81 Prozent angeführt durch klassische Zahlungsarten (zum Beispiel Vorauskasse oder Nachnahme) vor Kreditkarten (vor allem Visa und Mastercard) mit 77 Prozent. Zahlung per E-Wallet liegt an dritter Stelle mit rund 74 Prozent. Hier wird vor allem die Zahlungsart Paypal angeboten. 

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Versandhandel, Payment, E-Commerce, Social Media

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