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Beliebt, aber ungeliebt: Amazon polarisiert

Soll man oder soll man nicht - am Ende landen die Shopper meist doch bei Amazon.
Bild: Michael Bamberger

Amazon polarisiert und ist damit zugleich der beliebteste und unbeliebteste Webshop. Das hat eine Studie der Internet World Messe ergeben. Demnach sagen viele Befragte, sie würden ungern bei Amazon einkaufen, es dann aber dennoch tun.

Amazon ist für viele selbst dann der bevorzugte Webshop, wenn andere niedrigere Preise bieten. Als unschlagbare Argumente werden die gute Auswahl und die schnelle Lieferung genannt. Gleichzeitig ist Amazon aber auch der unbeliebteste unter den Webshops (58 Prozent). Auslöser dafür ist der Umgang des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern.

Etwa 40 Prozent der Befragten haben demnach einen Onlineshop, bei dem sie besonders gerne und oft einkaufen. Bei 57 Prozent ist dies Amazon. Mit großem Abstand folgen Ebay (sechs Prozent) und Zalando (drei Prozent). Kunden, die online zumeist Amazon ansteuern, schätzen auch den einfachen Bestellvorgang. Zudem sind Amazon-Fans überproportional oft Männer sowie einkommensstarke Kunden.

Amazon punktet mit Komfort

86 Prozent der befragten Internetnutzer wollen schnell und unkompliziert einkaufen. Dieser Faktor ist ihnen damit wichtiger als Preis und Einkaufserlebnis. Aus Kundensicht mache Amazon offenbar vieles richtig, kommentiert Saskia Müller, Leiterin der Internet World Messe, das Ergebnis. Image hin oder her, belohnt werden einfache Bestell- und Retourenabwicklungen.

Fittkau & Maaß Consulting befragte im Auftrag etwa 3.000 deutsche Internetnutzer zu ihren Erfahrungen in Webshops.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Kundenbindung, Kaufverhalten, Versandhandel

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