20.07.2015 | Serie Social Media Marketing

Drei Tools für bessere Blogbeiträge (oder jeden anderen Content)

Serienelemente
Alle Kanäle, die mit Content gefüttert werden wollen, stellen Ansprüche an die Kreativität.
Bild: Felix Beilharz

Jedes Unternehmen, das einen Blog beitreibt, kommt früher oder später an den Punkt, an dem die Ideen ausgehen. Häufig ist das sogar der eigentliche Grund, der vom Bloggen abhält: Was sollen wir denn bloß schreiben? Wir haben doch gar nichts zu erzählen… Hier ein paar Tipps.

Denn das Problem gibt's ja nicht nur beim Bloggen. Alle Kanäle, die mit Content gefüttert werden wollen, stellen Ansprüche an die Kreativität und den redaktionellen Apparat der Unternehmen. Zum Glück gibt es zahlreiche Tricks und Tools, die die Ideenfindung und die Content-Kreation vereinfachen. Drei davon stelle ich Ihnen in diesem Artikel vor.

1. Google Suggest

Der erste ist so naheliegend wie ergiebig. Jeder, der schon mal ein Wort in die Google-Suche eingetippt hat, hat gesehen, dass Google die Suchanfrage durch Vorschläge ergänzt. Diese Vorschläge werden aus anderen, bereits eingetippten Suchanfragen generiert. Es handelt sich um die häufigsten bzw. relevantesten ergänzenden Anfragen zum eingegebenen Wort. Das lässt sich prima nutzen.

Geben Sie einfach mal einen Ihrer thematisch passenden Begriffe ein und sehen Sie nach, was Google als Ergänzung vorschlägt. Bereits daraus können Ideen entstehen.

Viel interessanter ist aber die Suche nach entsprechenden Fragestellungen. Das funktioniert so: Tippen Sie Ihren Suchbegriff ein und ergänzen dann ein Fragewort (z.B. "Wie", "Warum" oder "Was") davor. Eventuell müssen Sie zwischen Fragewort und Suchbegriff noch ein Sternchen eingeben.

Jetzt ergänzt Google die Suchanfrage in der Mitte und liefert grammatikalisch korrekte Fragesätze aus, die andere Nutzer eingegeben haben.

Das Ergebnis sind je nach Begriff bis zu 10 fix und fertige Themen, die je nach Umfang zum Beispiel in einem Facebook-Post, einem Video oder einem kompletten Blogbeitrag münden können.

Übrigens gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Tools, die genau diese Aufgabe, die Verknüpfung von Suchbegriffen und Fragewörten übernehmen. Googeln Sie einfach mal nach "W-Fragen Tool", dann finden Sie verschiedene Angebote.

2. Google Trends

Auch das zweite Tool kommt direkt von Google. Mit Google Trends können Sie nicht nur herausfinden, wonach die Deutschen (oder jedes andere Land der Welt) gerade sucht, sondern auch, wie sich Suchanfragen im Zeitverlauf entwickeln. Damit lässt sich schnell und einfach erkennen, welche Themen demnächst wieder auf dem Plan stehen werden.

Neben dem reinen zeitlichen Verlauf zeigt Google Trends weiter unten auch noch die geografische Verteilung der Suchenden sowie weitere, verwandte Suchbegriffe an.

Mit Google Trends können Sie übrigens auch verschiedene Suchbegriffe miteinander vergleichen und so Informationen darüber enthalten, welche Formulierungen Sie eher oder weniger verwenden sollten. Für die Suchmaschinenoptimierung ist Google Trends eine echte Fundgrube.

3. Socialyser

Manchmal lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz, um auf Ideen zu kommen. Was bei Wettbewerbern mit ähnlicher Zielgruppe gut funktioniert, oder was in anderen Ländern gut funktioniert hat, kann auch bei anderen Unternehmen klappen. Auch hierfür gibt es glücklicherweise Tools.

Geben Sie einfach mal die Domain des Blogs Ihres Mitbewerbers in den Socialyser (www.socialyser.de) ein und klicken Sie "Ganze Domain analysieren" an. Nach wenigen Minuten Rechenzeit erhalten Sie dann eine Auflistung aller URLs der Domain, die im Social Web geshared wurden, sowie die Anzahl der Tweets, Google+ Shares oder Facebook-Signale. Facebook wird dabei sogar aufgeteilt in Shares, Likes und Kommentare. Mit einem Klick auf die jeweilige Spalte können Sie jetzt noch im jeweiligen Social Network sortieren.

So erhalten Sie also schnell und problemlos die Auswertung, welche Blogbeiträge bei den Wettbewerbern zu hohen Interaktions- und Verbreitungszahlen geführt haben. Oft lassen sich so direkt Muster erkennen. Zum Beispiel dass eine bestimmte Art von Beiträgen stärker geshared wird oder bestimmte Themen offenbar besser ankommen als andere. Was Sie dann daraus machen, ist natürlich Ihnen überlassen.

Autor:

Felix Beilharz ist Experte für Online- und Social Media Marketing. Er berät und trainiert Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen und ist als Keynote Speaker europaweit tätig. Er arbeitet als Autor und Co-Autor und ist als Dozent an drei Hochschulen tätig.

Regelmäßig veröffentlicht er Artikel und Videos bei Facebook und in seinem Blog.

Hier können Sie sich den Vortrag von Felix Beilharz auf der Crossmedia Area der Co-Reach 2015 ansehen.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Content Marketing, Social Media Marketing, Online-Marketing

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