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Display-Werbung: Pop-ups und Mobile-Ads nerven am meisten

Das Image leidet, wenn Verbraucher die Werbung eines Unternehmens nervt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Display-Werbung ist der Hauptgrund für Adblocker-Nutzung. Insbesondere Pop-ups und Mobile-Ads nerven. Unternehmen, die auf diese Werbeformen setzen, riskieren mehr als einen Imageschaden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Hubspot und Adblock.

Demnach sind Pop-ups die unbeliebteste Werbeform überhaupt. Sie führen das No-go-Ranking mit 73 Prozent der Nennungen an. Das haben zwar schon andere Studien zuvor ergeben, doch ein Großteil der Befragten (91 Prozent) sagt, Online-Anzeigen seien heute noch aufdringlicher als vor zwei oder drei Jahren. Von Werbeanzeigen, deren Inhalte auf früheren Einkäufen und Suchanfragen basieren, fühlen sich 79 Prozent der Befragten regelrecht verfolgt. 70 Prozent nerven Anzeigen auf mobilen Geräten, Videowerbung 57 Prozent. Ebenfalls mehr als die Hälfte (57 Prozent) lehnt Werbung vor Videos (beispielsweise auf Youtube) ab und 40 Prozent mögen keine Werbung auf Facebook. Zum Vergleich: Plakatwerbung (21 Prozent) und Printanzeigen (18 Prozent) stoßen deutlich seltener auf Ablehnung.

Wer auf derart penetrante Werbeformen setze, könne Image und Marke beschädigen, so die Studienautoren. 84 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bestätigt, dass ihre Meinung über ein Unternehmen von nervender Werbung negativ beeinfluss wird.

Jeder Dritte klickt versehentlich auf Werbeanzeigen

Die Anzeigen führen nicht nur zu einem angekratzten Markenimage, sie kommen die Unternehmen unter Umständen auch teuer zu stehen. Ein Drittel der Nutzer klickt Anzeigen versehentlich an, mobil sind es mit 44 Prozent sogar noch deutlich mehr. Besonders bitter ist das für Pay-per-Click, weil dann mehr als ein Drittel des Budgets verpufft. Und nur bei 40 Prozent der Befragten hat es die Anzeige überhaupt geschafft, Interesse zu wecken. Ansprechend oder gar kreativ wurden sie nur von 13 Prozent empfunden.

Die Ergebnisse der Studie "Why People Block Ads“ basieren auf einer Befragung von 1.055 Personen aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA. 


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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Online-Werbung

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