Unternehmen verschiedener Branchen und Größen tun sich derzeit zusammen. Bild: Corbis

Vier von fünf Unternehmen kooperieren mit anderen Firmen, um die Digitalisierung voranzutreiben. So das Ergebnis einer Umfrage des Bitkom. Erstaunlich: An die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle denkt dabei nur eine Minderheit.

Partnerschaften werden demnach sowohl mit Unternehmen aus der Digitalwirtschaft als auch aus klassischen Branchen eingegangen. Hauptgründe für die Zusammenarbeit sind der Wissenstransfer ins eigene Unternehmen (48 Prozent) sowie die Möglichkeit, Kosten zu senken (45 Prozent). Gut ein Viertel will auf diesem Weg neue Märkte und gut ein Fünftel neue Kundengruppen erschließen. Um die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen geht es erstaunlicherweise ebenfalls nur 20 Prozent, ist doch die Entwicklung neuer, branchenfremder Geschäftsmodelle und innovativer Lösungen eine Chance, die die Digitalisierung mit sich bringt. Eine weitere Bitkom-Studie hat ergeben, dass gerade Mittelständler selten auf externe Berater zurückgreifen.

Digitalisierung: Bei der Zusammenarbeit wäre mehr drin

Darüber wundert sich auch Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Um die digitale Transformation in Deutschland erfolgreich zu gestalten, brauche es mehr echte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und dabei vor allem auch zwischen Global Playern, Mittelständlern und Start-ups.

Unterschiede gibt es zwischen Unternehmensgrößen und Branchen: Unter den Firmen ab 500 Mitarbeitern arbeiten 79 Prozent mit anderen zusammen, unter denen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es 76 Prozent. Vor allem Handel und Dienstleister sehen offenbar eine Chance, durch Kooperationen den digitalen Wandel besser bewältigen zu können. Hier tun sich 81 beziehungsweise 80 Prozent der Firmen zusammen. In der Industrie sind es mit 71 Prozent deutlich weniger.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Big Data, Handel

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